Gaudi pur: Vanessa (v.l.), Marnie. Saskia und Martin aus Brockhagen hatten am Samstagabend sichtlich Spaß und ließen sich auch die ein oder andere Maß Bier schmecken. - © Joe Cubick
Gaudi pur: Vanessa (v.l.), Marnie. Saskia und Martin aus Brockhagen hatten am Samstagabend sichtlich Spaß und ließen sich auch die ein oder andere Maß Bier schmecken. | © Joe Cubick

Harsewinkel Zünftige Stimmung bei Harsewinkeler Wiesn

Alle drei Tage bei der 14. Auflage des Oktoberfestes auf "Kraggenstoffers Wiesn" waren gut besucht

Joe Cubick

Harsewinkel. Warum nach München fahren, wenn es doch auch hier richtig abgeht? Das dürften sich die über 1.500 zumeist jungen Besucher im zum Bersten gefüllten Festzelt beim Oktoberfest auf "Kraggenstoffers Wiesn" gefragt haben. Die Stimmung im rund 1.700 Quadratmeter großen, seit Wochen ausverkauften Festzelt hätte besser kaum sein können. Schon frühzeitig standen die Besucher auf den Bänken und ließen es richtig krachen. Eben Gaudi pur! Schon gleich zu Beginn legte die Homebrass-Band los. Schon beim Auftakt der heimischen Musiker aus Harsewinkel, Marienfeld und Gütersloh ging ordentlich die Post ab. Als dann die Hausband - bei 13 der bislang 14 Oktoberfeste waren die Musiker aus Süddeutschland dabei - "Sepp und die Steigerwälder Knutschbär'n" das musikalische Zepter übernahmen, gab es für die Partygäste überhaupt kein Halten mehr. Ausgelassen wurde auf den Bierbänken geschunkelt, gesungen und gelacht. Die Musiker um Bandleader und Oberknutschbär Sepp Hauck ließen es so richtig krachen und trafen mit ihrer Stimmungsmusik quer durch (fast) alle Genres den Nerv des begeisterten Publikums. Bis in die frühen Morgenstunden heizten die bayrischen Musikprofis den Gästen mächtig ein. Ihr mit starken Beats unterlegter bunter Musikmix reichte von sentimental bis rockig oder auch von erotisch bis exotisch. Die äußerst "trinkfesten" Musiker griffen auch gern vor und während ihrer Live-Performance zum Krug und sorgten einfach für gute Laune. Sie liefern eine beeindruckende optische und musikalische Leistung, bis tief in die Nacht. Humorvolle Zwischeneinlagen sorgten auch schon mal für eine Art "Ballermann-Atmosphäre" Die Oktoberfest-Veranstalter Frank Johannsmann und Werner Herbrink strahlten zufrieden. Alle drei Tage waren bestens besucht. Am Freitag legte der Claas-Rentner-Club vor (die NW berichtete). Und auch am Abend herrschte ebenfalls Gaudi pur bei der "Musistadl-Nacht" mit 800 Besuchern und den "Draufgängern", die ihrem Namen wohl wieder einmal alle Ehre machten. Bei strahlendem Sonnenschein wurde auch der gestrige Familiensonntag zu einem vollen Erfolg. "Wir haben hier einen Durchlauf von bestimmt 2.000 bis 3.000 Leuten", schilderte Werner Herbrink bereits am Samstagabend seine Erfahrungswerte. In Dirndl und Lederhos'n wurde zünftig gefeiert Haxen, Bier aus Maßkrügen, Lederhosen, Dirndl, Humptata und jede Menge musikalische Alpenkracher bestimmten von Freitag bis Sonntag das muntere Treiben im weiß-blau geschmückten Festzelt im Witten Sand. Bestimmt 90 Prozent der Gäste hatten sich ordentlich in Schale, spricht bayrische Trachten geworfen: die Frauen in hübschen, farbenfrohen Dirndln, die Männer in Lederhosen und Karo-Hemden - einfach nur fesch. Auf den Bänken stehend und die Maßkrüge schwenkend, feierte das am Samstag vornehmlich junge Publikum auf "Teufel komm raus".

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