Unter der Leitung von Andreas Stork hat sich die Gesamtschule prächtig entwickelt. - © FOTO: RICHARD ZELENKA
Unter der Leitung von Andreas Stork hat sich die Gesamtschule prächtig entwickelt. | © FOTO: RICHARD ZELENKA

Harsewinkel 208 Kinder wollen zur Gesamtschule

Achtzügigkeit wird bei Bezirksregierung beantragt

Harsewinkel (rz). Mit strahlender Miene saß Andreas Stork auf der Zuhörerbank und verfolgte aufmerksam die Debatte im Rat. Der Leiter der Gesamtschule hat allen Grund, zufrieden zu sein – denn unter seiner Ägide hat die neue Schule im Schulzentrum in gerade einem halben Jahr einen Traumstart hingelegt und ist mittlerweile fest im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen.

Der Beweis ist die hohe Anmeldezahl: Mindestens 208 Kinder (eines davon aus Versmold) werden ab nächstem Schuljahr in den 5. Klassen eingeschult. Diese Zahl sei vorläufig, erklärte auf NW-Anfrage Silvia Ostlinning vom Schulverwaltungsamt, voraussichtlich würden sich zwei bis drei weitere Eltern für die Gesamtschule entscheiden.

Der Ansturm hat Folgen für die räumliche Situation, die Organisation sowie für die personelle und pädagogische Ausstattung der Schule, denn sie läuft bisher sechszügig. Bei sechs Eingangsklassen hätten aber nur 180 Schüler aufgenommen werden können. So muss die Stadt bei der Bezirksregierung ab dem Schuljahr 2013/2014 die Achtzügigkeit beantragen, um alle Kinder unterbringen zu können. Das erklärte Ziel ist, dass möglichst wenig Jungen und Mädchen aus Harsewinkel zu einer Schule in den Nachbargemeinden auspendeln müssen. Bis zur Gesamtschuleröffnung war dies der Fall: So wurden im Schuljahr 2011/2012 zum Beispiel noch 41 Schüler aus Harsewinkel an einer auswärtigen Schule angemeldet. Als die Gesamtschule im Sommer ihren Betrieb aufnahm, war es mit diesem Schüler-Tourismus vorbei.

Der Rat, der über den Antrag auf Achtzügigkeit zu befinden hatte, stimmte ohne Vorbehalte zu. "Es ist sehr erfreulich, dass es gelungen ist, die junge Schulform so gut zu etablieren. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Schüler nach außerhalb fahren muss", sagte Albert Deittert (CDU), der daran erinnerte, dass der diesjährige Ansturm auf die Gesamtschule wohl einmalig bleiben wird. Denn schon ab dem Schuljahr 2016/2017 werden für die Gesamtschule fallende Anmeldezahlen prognostiziert. 2019/2020 gehen die Experte von nur noch 127 Anmeldungen aus, ein Jahr später wird sich diese Zahl voraussichtlich auf gerade 104 reduzieren. Langfristig geht die Verwaltung von einer Sechs- bis Siebenzügigkeit aus.

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