Betreuerinnen: Waltraud Faulhaber (l.) und Ingrid Wetzel stehen nicht nur beim neuen „Infotreff" ehrenamtlich für Fragen und Beratung zur Verfügung. - © Joe Cubick
Betreuerinnen: Waltraud Faulhaber (l.) und Ingrid Wetzel stehen nicht nur beim neuen „Infotreff" ehrenamtlich für Fragen und Beratung zur Verfügung. | © Joe Cubick

Harsewinkel Neuer Infotreff für Senioren in Harsewinkel

Das Älterwerden gestalten

Joe Cubick

Harsewinkel. Mit dem Ziel „gemeinsam das Älterwerden mitgestalten" richtet die Stadt im Stadtteiltreff „Oase" einen „Infotreff" für Seniorinnen und Senioren ein. Bei den regelmäßigen Treffen, zunächst ist ein 14-tägiger Rhythmus geplant, stehen den Menschen Waltraud Faulhaber und Ingrid Wetzel als direkte Ansprechpartnerinnen für Fragen aller Art zur Verfügung. Die beiden Ehrenamtlichen kommen aus unterschiedlichsten Bereichen. Waltraud Faulhaber ist ausgebildete Alten- und Krankenpflegerin. Ihre Mitstreiterin Ingrid Wetzel war kaufmännische Angestellte bei Bertelsmann und half aktiv in der Gemeinwesenarbeit der AWO. Bislang bot sie unter anderem den gut angenommenen regelmäßigen „Frühstückstreff" in der „Oase" an. Bei dem neuen Angebot, das sich auch an Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige richte, arbeiten die Demografiebeauftragte der Stadt, Monika Edler-Rustige, die Gemeinwesenarbeit und Fachberatung für Senioren und Ehrenamt der AWO sowie die Wohlfahrtsverbände im Kreis Gütersloh zusammen. Die Einrichtung habe sich als Notwendigkeit und unter anderem als Folge der Quartiersbegehung und eines Gesprächs über die Gesundheitsinfrastruktur Harsewinkels im Juni 2016 ergeben (die NW berichtete). „Einsam soll hier keiner sein". erklärte Monika Edler-Rustige, die derartige Maßnahmen als „Treffpunkte und Lotsen im Quartier" sowie als „Baustein einer lebendigen Nachbarschaft" betrachtet. Der „Infotreff" richtet sich an Menschen im Alter von 65 bis über 80 Jahren und soll künftig Beratung, Unterstützung sowie ein Frühstücksangebot beinhalten. „Wir wollen einfach wissen, was die Menschen hier brauchen, was sie stört und woran sie Spaß haben", fasst Edler-Rustige zusammen und erklärt, dass den Rentnern in den nächsten Tagen auch ein Fragebogen zugehen wird. Immerhin leben allein im Rövekamp 525 Senioren dieser Altersgruppe. Die Menschen in Harsewinkel werden immer älter Dass Einsamkeit im Alter ein Thema in Harsewinkel ist, das schlägt sich im jüngsten Demografiebericht nieder. Dieser prognostiziert der Mähdrescherstadt bei rund 27.360 Einwohnern in 2035 rund 4.730 Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren und 1.930 Bürger im Alter von 80 bis 109 Jahren. Im Vergleich dazu liegt die Zahl der Neugeborenen zum selben Zeitraum bei 810 kleinen Erdenbürgern in Harsewinkel. Demnach wird Harsewinkel immer älter, und das Angebot für die Senioren wächst. Bei den Aktivitäten für die älter werdenden Menschen hilft auch der Senioreninfodienst, die sogenannte „Sinfodie". „Diese Datenbank umfasst sämtliche Aktionen für ältere Menschen. Sie listet jedes niederschwellige Angebot auf und wird immer aktualisiert", erläutert Doris Weißer, Expertin vom AWO-Kreisverband. Das Angebot für ältere Menschen in Harsewinkel wie das gemeinsame Seniorenfrühstück, die Formularhilfe, der Besuchsdienst, der Handwerkerdienst, die Gymnastik, die Nähgruppe, die Ökumenische Seniorenbegegnung oder das Gedächtnistraining sei breit gefächert. „Selbst Rollatorensport wird von der TSG angeboten", meint Weißer. Der erste „Infotreff" findet am Mittwoch, 21. Februar, 10 bis 12 Uhr, im Stadtteiltreff „Oase", Goethestraße 19, statt.

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