Betagt: Das Clubheim und die Umkleiden des SV SW Marienfeld haben schon bessere Tage gesehen. Kostspielige Reparaturen sind notwendig. Als Alternative schlägt der Verein einen kompletten Neubau vor. Foto: Richard Zelenka - © zele
Betagt: Das Clubheim und die Umkleiden des SV SW Marienfeld haben schon bessere Tage gesehen. Kostspielige Reparaturen sind notwendig. Als Alternative schlägt der Verein einen kompletten Neubau vor. Foto: Richard Zelenka | © zele

Marienfeld SW Marienfeld wünscht sich eine Kernsanierung oder Neubau der Clubräume

Der Stadtplaner geht von einen siebenstelligen Betrag aus

Richard Zelenka

Marienfeld. Für einige Irritationen und Nachdenklichkeit im Planungs- und Bauausschuss sorgte ein Antrag des Sportvereins Schwarz-Weiß (SW) Marienfeld: Die Sportler aus dem Klosterdorf bitten die Stadt, bei der Sanierung der betagten und ziemlich maroden Clubanlagen im Ruggebusch Nägel mit Köpfen zu machen. Statt der in diesem und den beiden Folgejahren vorgesehenen Renovierungsmaßnahmen der Kabinen, Duschen und Sanitäranlagen schlägt der große Marienfelder Verein mit etwa 1.450 Mitgliedern nun die große Lösung vor: Eine Kernsanierung und Erweiterung des Vereinshauses oder aber alternativ sogar einen Neubau. Die Stadt soll die Kosten für beide Varianten prüfen und gegenüberstellen, um so das optimale Konzept zu finden. Ein Gutachter soll die Planungskosten prüfen Jeweils 35.000 Euro stehen in diesen drei Jahren für die Renovierung im Haushalt. 1. Vorsitzender Jürgen Garnschröder, der das Schreiben an die Stadt formuliert hat, schlägt vor, für 2018 die Planungskosten vorzuhalten. Ein Gutachter soll prüfen, „ob und in welchem Umfang eine Sanierung wirklich nötig ist", heißt es in dem Antrag weiter. Im Blickpunkt sollten dabei insbesondere der Schimmelbefall in den Duschräumen, die Situation der Wasser- und Abwasserleitungen, die Belüftung sowie das Dach stehen. Stadtplaner Reinhard Pawel reagierte zurückhaltend auf das Anliegen des SW. Er erinnerte daran, dass der Neubau der Umkleiden für die TSG Harsewinkel im Moddenbachtal vor zwei Jahren an die 800.000 Euro gekostet habe. „Die Baukosten sind seitdem deutlich gestiegen", so Pawel. Das Volumen des Marienfelder Wunschprojektes sei zudem noch um einiges größer, so dass dabei am Ende wohl ein siebenstelliger Betrag herauskommen würde. Da der SW-Antrag nur wenige Stunden vor der Sitzung im Rathaus eintraf, sah sich der Planungsausschuss außerstande, aus dem Stegreif darüber zu befinden. Wie es jetzt am Ruggebusch weitergehen wird, darüber wird zunächst der Schul-, Sport- und Kulturausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen befinden, bevor dann weitere Entscheidungen in den dafür zuständigen Fachgremien fallen. Es hat bereits Vorgespräche gegeben Im Vorfeld der Sitzung hatten bereits Vorgespräche mit den Fachleuten aus dem Rathaus stattgefunden, um eine für alle Seiten gute Lösung zu finden. Dabei verlief nicht alles nach den Vorstellungen der SW-Funktionäre. Denn ihrem Wunsch, eines der Schwedenhäuser auf dem Vereinsgelände aufzustellen, konnte die Stadt nicht entsprechen. Auch ein Erweiterungsbedarf sowie die Sanierung des Daches werden im Rathaus nicht anerkannt. Das sehen die Sportler anders: Ein zusätzlicher Raumbedarf sei „objektiv belegbar und notwendig". Garnschröder: „Wir halten eine bloße Renovierung für ein Gebäude, das über 42 Jahre alt ist, für nicht ausreichend und gehen davon aus, dass die heutigen Mängel dadurch nur vorübergehend überdeckt werden".

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