Bunt und ausgelassen: Mit Petra (v. l.), Heike und Evelyn feierten weit über 200 Narren im ausverkauften Saal Poppenborg die 25. Prunksitzung des Karnevalsvereins St. Lucia (KVSL). - © Joe Cubick
Bunt und ausgelassen: Mit Petra (v. l.), Heike und Evelyn feierten weit über 200 Narren im ausverkauften Saal Poppenborg die 25. Prunksitzung des Karnevalsvereins St. Lucia (KVSL). | © Joe Cubick

Harsewinkel Harsewinkeler Narren lassen es zum Jubiläum krachen

Närrisches Treiben: Der KVSL feierte bei Poppenborg rauschend 25 Jahre "Total lokal im Karneval". Und der Präsident träumt schon von einem goldenen Sakko

Joe Cubick

Harsewinkel. Silber glitzernd und überaus stimmungsvoll feierten die weit über 200 Gäste im selbstverständlich ausverkauften Saal Poppenborg ziemlich ausgelassen Karneval. Die 25. und damit die Jubiläumsprunksitzung des Karnevalsvereins St. Lucia (KVSL) stand wie gewohnt unter dem bewährten Motto "Total lokal im Karneval" und sorgte schon frühzeitig für immer lauter werdende Stimmungsraketen. "Goldsternchen" und KVSL-Präsident Michael Teeke, diesmal im angemessenen silbernen Sakko, zog in der Bütt eine launige Bilanz der "25 Jahre Prunksitzung" im 27. Vereinsjahr. Er könne sich durchaus vorstellen, auch mal in Gold an dieser Stelle zu stehen, sagte er. Und anschließend scharte er fast alle ehemaligen Prinzenpaare um sich und sang dazu relativ gekonnt zur Melodie von Rudi Carrells "Wann wird? s mal wieder richtig Sommer". Ebenfalls Silber glitzernd verkündete Marion Daut in ihrer "Harsewinkeler Tagesschau" die neuesten Nachrichten - nicht aus der Welt, sondern "aus Harsewinkel, Greffen und Marienfeld". Nicht zuletzt nahm sie dabei natürlich das politische Geschehen im Ort aufs närrische Korn. Wie in den 24 Jahren zuvor durfte auch in diesem Jahr der "Prominente im allerdings nicht silbernen Sack (P. i. S.)" nicht fehlen. Den meisten Jecken im Saal dürfte es kaum schwer gefallen sein, ihn zu erraten. Nach dem ersten Hinweis über den Stadtsoldaten vermutete schon Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide richtig, dass es sich wohl nur um Karl-Heinz Toppmöller handeln könne. Nach dem zweiten Tipp, der gesuchte würde sich nicht nur um die städtischen Grünanlagen sondern auch um die heimatlichen Belange kümmern, war dann alles klar. Im bunten, abwechslungsreichen, unterhaltsamen und aus närrischer Sicht ansprechenden Programm fehlten leider die angekündigten Pastore, die kurzfristig absagen mussten. Aber auch das tat der ausgelassenen Stimmung im vollen Saal kaum Abbruch. Wie meinte doch Marion Daut bezügliches eines Gerüchts? - Wenn hier weiter so zünftig und heftig gefeiert werde, brauche das Gebäude nicht abgerissen werden, da es ohnehin von allein zusammen falle.

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