Einsatzbereit: Für Bauhofleiter Achim Vorwald (v. l.) und die Mitarbeiter Hubert Suer und Fachreddin Rustamov könnte der Winter kommen, der Bauhofstab ist für den Winterdienst bestens gerüstet. - © Joe Cubick
Einsatzbereit: Für Bauhofleiter Achim Vorwald (v. l.) und die Mitarbeiter Hubert Suer und Fachreddin Rustamov könnte der Winter kommen, der Bauhofstab ist für den Winterdienst bestens gerüstet. | © Joe Cubick

Harsewinkel Harsewinkeler Winterdienst ist gut gerüstet

Das Team vom städtischen Bauhof hat bereits einen Großeinsatz hinter sich. Am neuen Standort an der Fritz-Wallmeier-Straße lagern 100 Tonnen Salz

Joe Cubick

Harsewinkel. Als der Winter am 2. Adventswochenende hierzulande schon relativ heftig mit viel Schnee zuschlug, hatte der Winterdienst des Bauhofes allerhand zu tun. Am Sonntag waren fünf Mitarbeiter mit allen fünf Fahrzeugen über Stunden unterwegs, um Schnee zu räumen und mit Streusalz die Glätte zu bekämpfen. Selbstverständlich war der Bauhof auf einen derartigen Einsatz vorbereitet, auch wenn Leiter Achim Vorwald nicht mit so frühem starken Schneefall gerechnete hatte. Ohnehin gehe er von einem eher milden Winter aus. Schon vor einigen Wochen hatte er bei einem anderen Termin nebenbei erwähnt, dass er sich mehrere Langzeitprognosen angeschaut habe, die durchweg von wenig winterlichen Temperaturen ausgingen. Aber Wetterprognosen über einen längeren Zeitraum sind unzuverlässig, wie auch der Bauhofleiter weiß und wie der 2. Adventssonntag unterstrich. Mit einem Blick auf seinen Computerbildschirm glaubt Vorwald für die nächsten Tage nicht an einen Kälteeinbruch und an damit verbundene höhere Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiter. Was übrigens WDR-Wettermann Carsten Schwanke ähnlich sieht. Von 70 Wettermodellen gingen 40 von eher warm und nur zehn von kalt aus. Durch den neuen Standort des Bauhofes an der Fritz-Wallmeier-Straße habe es für den Winterdienst leichte Veränderungen gegeben, sich die Routen und die Einsatzgebiete der fünf Fahrzeuge verändert. "Der Unimog wird jetzt in Marienfeld und Greffen eingesetzt und nimmt dabei die B 513 mit. Die Traktoren kommen nur noch in Harsewinkel zum Einsatz", erklärt der 55-Jährige. Außerdem stehen am neuen Bauhof jetzt fünf Silos für Streusalz zur Verfügung. "Darin können etwa 300 Tonnen gelagert werden", schätzte Vorwald. "Jetzt lagern dort rund 100 Tonnen", so der Bauhofleiter, "in den nächsten Tagen kriegen wir noch was dazu". Im vergangenen Jahr seien etwa 150 Tonnen des besonderen Gemisches auf Harsewinkels Straßen und Wegen verteilt worden. "In einem strengeren Winter haben wir mal 300 Tonnen benötigt, da wurde Streusalz knapp", erinnerte sich Vorwald. Wie auch immer, für die Bauhofmitarbeiter ist der Winterdienst nach wie vor mehr oder weniger Routine. 20 der noch 33 Mitarbeiter (einige scheiden demnächst altersbedingt aus) sind für den Wintereinsatz eingeteilt. Ihr Dienstplan steht fest. Bis Mitte März sind sie in Gruppen eingeteilt. Wenn nicht gerade ein unerwartetes Schneechaos über die Mähdrescherstadt hereinbreche, bleibe der Plan bestehen, so Vorwald. Er könne sich nicht erinnern, dass während seiner Dienstzeit am Bauhof die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft wesentlich verlängert werden musste. Im Glatteisfall rücken die zuständigen Arbeitskräfte um 5 Uhr in der Frühe aus und verteilen das mit Kaliumchlorid vermischte und damit bis minus 14 Grad Celsius wirkende Streusalz auf den Hauptverkehrsstraßen. Damit ist die sogenannte Streustufe I erreicht. Anschließend seien die Zubringerstraßen an der Reihe, die zur Streustufe II gehören. Die Verkehrswege der Streustufe III - innerhalb der Siedlungen - werden nur in seltenen Fällen gestreut. Das habe auch zeitliche Gründe, sagte Vorwald. Wenn der Winter richtig ernst mache, würden seine Männer für die Streustufe I mindestens drei Stunden benötigen, für Stufe II noch etwa weitere vier Stunden. Dann sei es schon wieder Zeit, sich erneut den Hauptverkehrsadern zuwenden.

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