Vereinbarung: Andreas Kersting (Landesministerium, 4. v. l.) und Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide unterzeichneten den Vertrag. Dabei waren (v. l.) Patrick Recker (Autohaus Mercedes Benz), Juan Carlos Palmier (Grüne), Heinz Bünnigmann (CDU), Brunhilde Leßner (Grüne), Kerstin Schulze (JFK Optik) und Ewald Lüffe (Stadt). - © Richard Zelenka
Vereinbarung: Andreas Kersting (Landesministerium, 4. v. l.) und Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide unterzeichneten den Vertrag. Dabei waren (v. l.) Patrick Recker (Autohaus Mercedes Benz), Juan Carlos Palmier (Grüne), Heinz Bünnigmann (CDU), Brunhilde Leßner (Grüne), Kerstin Schulze (JFK Optik) und Ewald Lüffe (Stadt). | © Richard Zelenka

Harsewinkel Ehrenamtskarte bald auch in Harsewinkel - mit vielen Vorteilen

Der Vertrag zwischen Stadt und Land wurde gestern im Rathaus unterzeichnet

Richard Zelenka

Harsewinkel. Das Bonmot "Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft" klingt schon ein bisschen abgedroschen - aber es trifft immer noch den Kern der Sache. Auch Andreas Kersting, der gestern als Vertreter der NRW-Landesregierung gemeinsam mit Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide im Rathaus die Vereinbarung zur Einführung der landesweit gültigen Ehrenamtskarte unterzeichnete, wählte diese Formulierung, um die Bedeutung des freiwilligen und unentgeltlichen Einsatzes für das Gemeinwohl zu würdigen. Kersting leitet beim Düsseldorfer Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport das Referat für bürgerschaftliches Engagement. In dieser Funktion hat er in ganz NRW bereits zahlreiche Ehrenamtsvereinbarungen auf den Weg gebracht. Er berichtete, dass mehr als die Hälfte der Kommunen im Lande bereits die Ehrenamtskarte eingeführt hätten, im Kreis Gütersloh seien es von den 13 Städten und Gemeinden vier - neben Gütersloh, Rietberg und Versmold nun auch Harsewinkel. Kersting: "Da ist noch Luft nach oben." Die mehr als 34.000 Ehrenamtskarteinhaber könnten landesweit in 3.700 öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Einrichtungen und Geschäften Rabatte erhalten, darunter viele Museen, Schwimmbäder, Theater und Bibliotheken. Die Karte, die es seit 2008 gebe, sei ein Ausdruck der Wertschätzung für die Ehrenamtlichen, so Kersting. Sabine Amsbeck-Dopheide erinnerte daran, dass heute schon die Stadt bestimmten Gruppen, die sich besonders für das Gemeinwohl einsetzten, so zum Beispiel die Feuerwehr, Vergünstigungen einräume. Neu sei bei der Ehrenamtskarte, dass sich nun auch Dritte einbringen, so die Bürgermeisterin. Sie will beim traditionellen Neujahresempfang für das neue Angebot werben. Mit am Tisch bei der kleinen Feierstunde im Rathaus saßen auch einige Ratsvertreter, darunter auch Juan Carlos Palmier und Brunhilde Leßner von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Einführung der Ehrenamtskarte in Harsewinkel geht schließlich auf ihre Initiative zurück. Auch zwei Geschäftsleute aus Harsewinkel, die ihren Kunden Vergünstigungen anbieten werden, waren dabei. Kerstin Schulze von der JFK Optik, die ihren Kunden zehn Prozent Rabatt auf Brillengläser gibt, sowie Patrick Recker vom gleichnamigen Greffener Mercedes-Autohaus, wo bei Dienstleitungen eine Vergünstigung von fünf Prozent gewährt wird. Es sollen möglichst viele Institutionen und Karteninhaber werden, die sich in Harsewinkel an der Aktion beteiligen. Vorsorglich hat die Stadt beim Land das übliche Kontingent von 600 Ehrenamtskarten bestellt, die nach und nach an die Berechtigten verteilt werden. Eine entsprechende Liste von Geschäften und anderen Einrichtungen, die als Partner die Ehrenamtskarte unterstützten, ist auf der städtischen Homepage hinterlegt. Sie reicht von Apotheken über Versicherungsagenturen, Parfümerien und Konzertveranstaltern bis hin zu zoologischen Gärten. Um auch in Harsewinkel Partner zu finden, hat die Stadtverwaltung bereits Mitte Oktober einen entsprechenden Aufruf gestartet. Kriterien für die Ehrenamtskarte Wer in den Besitz einer Ehrenamtskarte NRW kommen will, muss nachweisen, dass er als Harsewinkeler durchschnittlich fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr für eine gemeinwohlorientierte Einrichtung tätig ist, für seinen Einsatz keine finanzielle Entschädigung erhält und die Tätigkeit von ihm zum Zeitpunkt der Beantragung bereits seit zwei Jahren durchgehend ausgeübt wurde. Aber auch Nicht-Harsewinkeler, die bei einer hiesigen Einrichtung ehrenamtlich für das Gemeinwohl tätig sind und die genannten Kriterien erfüllen, können die Ehrenamtskarte beantragen. Unterlagen und Informationen zur Ehrenamtskarte sind auf der städtischen Homepage unter dem Stichwort Ehrenamtskarte NRW abrufbar. Formulare zur Beantragung der Ehrenamtskarte und Meldebögen für die Partner der Ehrenamtskarte gibt es auch im Bürgerbüro erhältlich. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Anastasija Neukötter, Tel. (0 52 47) 9 35-2 12. 
anastasija.neukoetter@
harsewinkel.de

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