Stolz auf den Erfolg: Claudia Bormann, Thomas Schröer, Andreas Stork, Indira Gothe und Dr. Wolfgang Strotmann (v. l.). - © Gesamtschule Harsewinkel
Stolz auf den Erfolg: Claudia Bormann, Thomas Schröer, Andreas Stork, Indira Gothe und Dr. Wolfgang Strotmann (v. l.). | © Gesamtschule Harsewinkel

Harsewinkel Gesamtschule wird UNESCO-Projektschule

Leitbild verbindet soziale und ethische Werte mit modernen Unterrichtsmethoden

Harsewinkel. Einen bemerkenswerten Schritt im Rahmen ihrer Entwicklung hat die Harsewinkeler Gesamtschule mit der Aufnahme ins Netzwerk der UNESCO-Projektschulen getan. Mit entsprechendem Stolz präsentierte nun die Steuerungsgruppe stellvertretend für das Kollegium die Details der Mitarbeit - als erste Schule im Kreis Gütersloh und als eine von überhaupt nur 30 im Land Nordrhein-Westfalen. Seit dem Start der Gesamtschule befassen sich deren Pädagogen mit der Entwicklung eines innovativen und gleichsam verlässlichen Schulentwicklungskonzepts. "Von Beginn an war es den Verantwortlichen klar, als Schwerpunkte unseres Schulprogramms keine einzelnen Fächer, sondern Fachbereiche herauszustellen, um die Schule nicht auf zwei oder drei Arbeitsfelder zu reduzieren", so Schulleiter Andreas Stork. Daher entschied man sich, die Fächerschwerpunkte in den Profilklassen der Jahrgangsstufen fünf und sechs sowie in den Wahlpflichtfächern ab Klasse sechs sinnvoll und angemessen unterzubringen. "Es galt, ein Leitbild zu entwickeln, das übergeordnet für die Gesamtschule soziale und ethische Werte mit modernen Unterrichtsmethoden und globalem Lernen verbindet", betont Steuergruppensprecher Dr. Wolfgang Strotmann. Nach fast dreijähriger Sondierung hat sich die Schulkonferenz daher für das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen entschieden. Die United Nations Educational Scientific and Cultural Organisation mit Sitz in Paris verantwortet in diesem Rahmen eine weltweite Schulkooperation, die auf den fünf Säulen Menschenrechtsbildung / Demokratieerziehung, interkulturelles Lernen, Umwelterziehung, globales Lernen und UNESCO-Welterbe-Erziehung ruht. Die Gesamtschule nahm den Anforderungskatalog der UNESCO an und setzte im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Projekte um (unter anderem bilingualen Unterricht, Fairtrade AG, Schwesterngarten, Müllpolizei, Außenwerkstatt, erste Auslandskontakte). Die ambitionierte Arbeit der Harsewinkeler beeindruckte die verantwortlichen Landeskoordinatoren der UNESCO nachhaltig.Fortbildungen und Schüleraustausche Jetzt erfolgte die Aufnahme der Gesamtschule als "interessierte UNESCO-Projektschule", wobei die Bezeichnung weit über eine Interessenbekundung hinausgeht. Der Schule steht jetzt ein attraktives Netzwerk offen, das Fortbildungen für alle Beteiligten beinhaltet, das Schüleraustausche sowohl geografisch als auch thematisch ermöglicht, das Lehrerinnen und Lehrern globale Lernfelder eröffnet und das Eltern eine vielschichtige Teilnahme an Projekten und Kooperationen anbietet. Direkt nach den Herbstferien wird eine schulinterne UNESCO-Gruppe aus der Taufe gehoben, die über die Schule hinaus kommunale Partner zur Beteiligung am Netzwerk einladen wird. "Mit engagierten Projekten soll dann in spätestens zwei Jahren der nächste Schritt zur "mitarbeitenden UNESCO-Projektschule folgen", blickt der Schulleiter der derzeit 800 Harsewinkeler Gesamtschüler in die Zukunft.

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