Junger Genosse: Das 100. Mitglied der Harsewinkeler Energiegenossenschaft "Sonnenwende" möchte innerhalb einer großen Gemeinde aktiv für ein verträgliches und zukunftsorientiertes Energie- und Klimabewusstsein einstehen. Unser Foto zeigt: Marvin Hoppert, Michael Hönsch, Stephan Rieping und der Aufsichtsratsvorsitzender Peter Petschik (v. l.). - © Foto: Guitano Darhoven||
Junger Genosse: Das 100. Mitglied der Harsewinkeler Energiegenossenschaft "Sonnenwende" möchte innerhalb einer großen Gemeinde aktiv für ein verträgliches und zukunftsorientiertes Energie- und Klimabewusstsein einstehen. Unser Foto zeigt: Marvin Hoppert, Michael Hönsch, Stephan Rieping und der Aufsichtsratsvorsitzender Peter Petschik (v. l.). | © Foto: Guitano Darhoven||

Harsewinkel 100. Mitglied bei der "Sonnenwende"

Marvin Hoppert neu bei Energiegenossenschaft

Harsewinkel (GaD). Bei der Harsewinkeler Energiegenossenschaft "Sonnenwende" hat man am Mittwoch das 100. Mitglied begrüßt. Mit Marvin Hoppert (18) hat bei der Genossenschaft nicht nur ein sehr junger Genossen unterschrieben, der Auszubildende im zweiten Lehrjahr als Mechatroniker bei der Firma Claas will durch seine Mitgliedschaft auch "etwas bewegen", damit das Leben mit Energie auch in Zukunft eine Chance hat.

Wäre Strom wie ein Wasserstrahl zu sehen, würden vermutlich alle Menschen ihre aus fossilen und damit umweltbelastenden Brennstoffen erzeugten Stromfresser rigoros abstellen. So müssen Michael Hönsch und Stephan Rieping vom Vorstand aber auch Vorstandskollegen und Aufsichtsratsmitglieder immer wieder neu und gebetsmühlenartig für einen sparsamen Umgang vor allem mit Strom werben, um ein Umdenken bei den Bürgern zu erreichen.

Den Wert von erneuerbaren Energien, verbunden mit dem Wunsch, sich für eine lebenswerte Zukunft stark zu machen, war auch der Antrieb von Marvin Hoppert. Der junge Mann, der sich auch als Besitzer im Kultur- und Bildungsverein (KuBi) engagiert, hat ehrgeizige Ziele. Nach seiner Ausbildung bei Claas würde er gerne Auslandserfahrungen sammeln. "Nach dieser Zeit würde ich gerne mein Fachabitur machen und dann Energietechnik mit dem Fachbereich ,Erneuerbare Energien? studieren. Das hat mich schon immer begeistert".

Als Willkommensgeschenk erhielt Marvin Hoppert eine Solarlampe, einen Stromabschaltungsstecker und das Buch "Störfall mit Charme - die Schönauer Stromrebellen im Widerstand gegen die Atomkraft" von Bernward Janzing. Die Stromerzeugung ist aktuell für mehr als 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. Umso wichtiger sei das politisch anvisierte Energieziel bis 2050, eine Produktion von rund 80 Prozent erneuerbarer Energie zu ermöglichen und damit einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien, verbunden mit der sukzessiven Abschaltung der verbleibenden Kernkraftwerke voranzutreiben, hieß es.

Copyright © Neue Westfälische 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
realisiert durch evolver group