Gerry Weber-Konzernchef Ralf Weber bei der Bilanzpressekonferenz. - © dpa
Gerry Weber-Konzernchef Ralf Weber bei der Bilanzpressekonferenz. | © dpa

Halle Gerry Weber schließt Filialen und streicht 710 Stellen

Drastisches Sparprogramm: Allein in Halle werden 200 Stellen gestrichen. Mit einer Neuausrichtung will der Modekonzern dem Gewinnrückgang begegnen. Rote Zahlen sollen damit vermieden werden

Halle/Westfalen. Bei dem jahrzehntelang von immer neuen Erfolgen verwöhnten Modekonzern Gerry Weber stehen schmerzhafte Einschnitte bevor: Konzernchef Ralf Weber hat die Schließung von mindestens 103 der mehr als 1.000 eigenen Geschäfte und Handelsflächen angekündigt – drei Viertel davon in Deutschland. Dadurch werden etwa 460 Mitarbeiter in den betroffenen Filialen ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Vorstand will aber auch 200 Arbeitsplätze in der Zentrale in Halle sowie 50 Jobs in den Auslandgesellschaften streichen. Insgesamt baut Gerry Weber damit 710 seiner rund 7.000 Stellen ab, also mehr als jede zehnte. Ralf Weber und seine Vorstandskollegen David Frink (Finanzen) und Norbert Steinke (Filialgeschäft) hatten nach dem Gespräch mit der Presse auch noch eine Betriebsversammlung einberufen, um die Belegschaft zu informieren...

realisiert durch evolver group