Die Polizei in Bielefeld und Gütersloh ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikt in Halle. - © Andreas Zobe
Die Polizei in Bielefeld und Gütersloh ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikt in Halle. | © Andreas Zobe

Halle/Bielefeld Gewalttat in Übergangswohnheim: 74-Jähriger weiter in Lebensgefahr

21-Jähriger soll 74-Jährigen in Haller Übergangswohnheim lebensgefährliche Kopfverletzungen zugefügt haben.

Marc Schröder

Halle. Am Samstag hat es eine schwere Gewalttat im städtischen Übergangswohnheim in Halle gegeben. Tatverdächtig ist ein 21-jähriger Mann aus Halle. Er soll einem 74-jährigen Hausmitbewohner schwerste Kopfverletzungen zugefügt haben. Der Mann schwebt auch am Montagmorgen weiterhin in Lebensgefahr. Die Bielefelder Polizei ermittelt mit einer Mordkommission. Gegen 15 Uhr wurde der Feuerwehr am Samstag eine schwerst verletzte Person in einem Übergangswohnheim in der Gütersloher Straße gemeldet. Die Rettungskräfte stellten beim Eintreffen fest, dass einem 74-jährigen Bewohner in seinem Zimmer durch einen zunächst unbekannten Täter zahlreiche Verletzungen am Kopf, Oberkörper und den Beinen zugefügt worden waren. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht und schwebt auch am Montagmorgen weiterhin in akuter Lebensgefahr. Tatverdächtiger stellt sich der Polizei Die hinzugezogene Polizei und Staatsanwaltschaft stufen die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein und setzten eine Mordkommission ein. Unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Markus Mertens ermitteln elf Beamten aus Bielefeld und Gütersloh in der Kommission "Bokel". Deren Ermittlungen ergaben, dass der 74-Jährige bereits im Dezember 2017 Opfer eines schweren, körperlichen Angriffs geworden war und bis vor einigen Tagen im Krankenhaus gelegen hatte. Ein 21-jähriger polizeibekannter Mitbewohner hatte den Rentner kurz vor Weihnachten attackiert. Dieser Mitbewohner wurde am Samstag von Zeugen kurz nach dem Fund des Schwerverletzten in Nähe des Wohnheimes gesehen. Haftrichterin weist Antrag der Staatsanwaltschaft zurück Der Gesuchte meldete sich am Samstagabend bei einer örtlichen Polizeidienststelle und wurde dort vorläufig festgenommen. Die Ermittler haben am Tatort und an der Kleidung des Tatverdächtigen, sowie des Opfers, diverse Spuren sichergestellt. Der vorbestrafte 21-Jährige streitet die Tat ab. Am Sonntagabend wurde er einem Haftrichter in Bielefeld vorgeführt. Die Dienst habende Richterin wies den Antrag der Staatsanwaltschaft zurück. Der 21-jährige Mann aus Halle wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

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