Gütersloh Polizei rätselt nach Säure-Verletzung

Essenerin vor Gütersloher Wohnhaus gefunden

Gütersloh (lek). Die Polizei beschäftigt derzeit ein mysteriöser Fall. Ein Anwohner der Straße "Putzhagen" meldete dem Notruf, dass er vor seiner Haustür eine schwer verletzte Frau gefunden habe. Umgehend rückte der Notarzt und die Polizei aus. Schon am Fundort war klar, dass die Frau dringend und schnellstmöglich medizinisch versorgt werden musste.

"Es wurden Säureverletzungen festgestellt", sagt Tanja Hagelüken, Sprecherin der Polizei in Essen. Die Ruhrpott-Ermittler verfolgen den Fall, da die Frau aus Essen stammt und dort von Angehörigen am 23. Dezember als vermisst gemeldet wurde. Noch am selben Tag fand sie der Anwohner des "Putzhagen".

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Doch wie konnte es zu den schweren Verletzungen kommen? Die Polizei tappt noch im Dunklen. Fest steht nur, dass das Opfer verätzt wurde. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Hagelüken. Übersetzt aus dem Polizeideutsch bedeutet dies lediglich, dass es noch keine heiße Spur. "Wir können derzeit nicht sicher sagen, ob überhaupt ein Fremdverschulden vorliegt", sagt Hagelüken. Sollte die Frau sich am Ende selbst mit der Säure verletzt haben? Antworten könnten Ermittlungen am Tatort liefern, doch auch dieser ist der Polizei bisher nicht bekannt.

Erleuchtung erhoffen sich die Beamten daher durch eine Vernehmung der im Krankenhaus liegenden Frau. "Doch bisher ist sie nicht ansprechbar", sagt Hagelüken. Auch stehe noch nicht fest, warum das Opfer aus Essen verschwand. Dort soll sie seit dem 21. Dezember nicht mehr gesehen worden sein. Wie und warum sie nach Gütersloh kam, auch hier sind die Beamten auf die Aussagen der Frau angewiesen.

Hoffnung auf eine baldige Vernehmung sind aber offenbar durchaus gerechtfertigt. Auf Nachfrage der NW erklärte Hagelüken, dass das Opfer zwar schwer, ihres Wissens nach aber nicht lebensgefährlich verletzt sei.

Häufig sind vermisste Personen in psychiatrischer Behandlung oder werden sogar stationär betreut. Zumindest letzteres kann die Essener Polizei ausschließen. "Alles weitere wären aber reine Spekulationen", sagt Hagelüken. Eine Prognose, wann die Essenerin wieder ansprechbar sein wird, könne derzeit nicht abgegeben werden. "Wir müssen jetzt einfach abwarten", sagt Hagelüken.

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