Erfolgreich: (v. l.) Traute Jäckel, Hartmuth Rürup, Peter Bock, Inge Rehbein Vorsitzende, Ellen Bosse, Margot Nordmann-Westerbarkai, Hildegunde Klinke, Monika Füller, Ekhard Fuhrmann es fehlen: Johann Rickert, Annette Struwe, Gabriele Büldt, Lisa von der Mosel. - © GT-Suppenküche
Erfolgreich: (v. l.) Traute Jäckel, Hartmuth Rürup, Peter Bock, Inge Rehbein Vorsitzende, Ellen Bosse, Margot Nordmann-Westerbarkai, Hildegunde Klinke, Monika Füller, Ekhard Fuhrmann es fehlen: Johann Rickert, Annette Struwe, Gabriele Büldt, Lisa von der Mosel. | © GT-Suppenküche

Gütersloh Lernpaten für die Gütersloher Kinderküche gesucht

Gütersloher Kinderküche „die Insel“: Die Schüler werden mit einem speziellem Konzept zu guten Schulabschlüssen gebracht. Wer ebenfalls helfen will, ist willkommen

Gütersloh. Im Jahr 2009 wurde in der Kinderküche „die Insel" ein Lernpatenkonzept entwickelt und installiert – gestützt durch Erfahrungen von Lehrern sowie anderen Personen mit pädagogischem Hintergrund, die zu den Mitarbeitern der Kinderküche gehörten. Inzwischen bekommen 17 Kinder und Jugendliche Unterstützung von 12 Lernpatinnen und Lernpaten. Die Förderung erfolgt in erster Linie in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Jede ehrenamtliche Lernpatin und Lernpate, gestaltet seinen Einsatz nach seinen individuellen Möglichkeiten. Manche Kinder werden nur eine Stunde, andere auch bis zu drei oder mehr Stunden in der Woche gefördert. Der Förderort ist individuell wählbar. „Wir stehen in Kooperation mit der Stadtbibliothek Gütersloh, die ein beliebter Lerntreff ist", sagt Inge Rehbein, Vorsitzende der Gütersloher Suppenküche. Viele Paten lernen aber auch mit ihren Kindern in den jeweiligen Schulen. Die Arbeit der Lernpaten der Kinderküche wird dort als hilfreich und sinnvoll eingeschätzt. Nicht selten begleiten Paten die Eltern zu Elternsprechtagen. Fast alle der momentan geförderten Kinder haben Migrationshintergrund. Es ergeben sich besondere Schwierigkeiten, wenn Kinder fast ohne Deutschkenntnisse sich in der völlig anderen Schulsituation zurechtfinden müssen. Hat ein Grundschulkind, das in Deutschland eingeschult wird, noch gute Chancen, so ist die Situation für zwölf- oder vierzehnjährige Jugendliche ungleich schwerer. „Nach acht Jahren können wir eindeutig den Erfolg des Lernpatenkonzeptes konstatieren. Fast alle geförderten Schüler konnten zu einem Schulabschluss der Haupt- oder Realschule gebracht werden", berichtet Rehbein. Einige besuchten anschließend die gymnasiale Oberstufe von Berufskollegs. Viele befinden sich inzwischen in einer qualifizierten Berufsausbildung. Neben der eigentlichen Lernbetreuung bedürfen die Lernpatenkinder sehr häufig eines verständnisvollen Erwachsenen, der ihnen hilft, sich in der für sie noch ungewohnten Kultur zurechtzufinden – eine Hilfe, die von ihren Eltern aus naheliegenden Gründen manchmal nicht geleistet werden kann. „Es wäre wünschenswert, wenn sich weitere Lernpaten fänden die uns unterstützen, um Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien eine Chance auf Bildung zu schenken", so Inge Rehbein.

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