Ausbau: Das Realschulgebäude wird für die Gesamtschule wohl um 33 Räume erweitert. - © Foto: Birgit Guhlke
Ausbau: Das Realschulgebäude wird für die Gesamtschule wohl um 33 Räume erweitert. | © Foto: Birgit Guhlke

Schloß Holte-Stukenbrock Raumplan für Gesamtschule genehmigt

Stadtrat: Mehr Zeit für Etatberatung, Zukunft des Buschkrugs, Tempo 30, Breitbandausbau – eine Übersicht über die Entscheidungen, die in der vorletzten Sitzung des Jahres getroffen wurden

Sabine Kubendorff

Schloß Holte-Stukenbrock. In den nächsten Wochen werden die Weichen für die Weiterentwicklung der Stadt gestellt. Der Haushaltsplanentwurf für 2018 ist eingebracht. Verabschiedet wird das Zahlenwerk aber später als ursprünglich geplant.ETATBERATUNGEN Der Haushaltsplanentwurf 2018 ist 552 Seiten dick, eng beschrieben, überwiegend mit Zahlen. FDP-Fraktionssprecher Thorsten Baumgart schätzt, dass es gefühlt etwa 4 Millionen sein müssen. Das alles in nur vier Wochen bis zur vorentscheidenden Sitzung des Finanzausschusses durchzuarbeiten – „wie soll das funktionieren?“, fragte Baumgart jetzt im Stadtrat. Er hatte auch im Namen von SPD, Grünen und CSB beantragt, dass die für Mitte Dezember geplante Verabschiedung um einige Wochen in das neue Jahr verschoben wird. Weil sich in den kleineren Fraktionen die Arbeit eben nicht auf viele Schultern verteilt, wie bei der CDU-Mehrheitsfraktion, sondern auf wenige. Die CDU zeigte sich entgegenkommend, belehrte aber die Opposition. „Wir haben unsere Zeitpläne durchgetaktet“, erklärte Fraktionssprecher Jürgen Gärtner. Und dann könne man es schaffen, den Zahlenwälzer „in kurzer Zeitspanne konzentriert durchzuarbeiten“. Tatsache ist, dass die Mehrheitsfraktion schon früher als alle anderen Fraktionen von der ambitionierten Zeitplanung wusste und sich vorbereiten konnte. CDU-Ratsherr Klaus Dirks und Fraktionsvorsitzender Jürgen Gärtner sprachen bereits Anfang Oktober am Rande einer Pressekonferenz davon. Thorsten Baumgart erfuhr erst eine Woche später davon und stellte dann sofort den Antrag (auch im Namen der anderen Fraktionen), den Etat 2018 erst im neuen Jahr zu verabschieden. Das soll dann auch so sein. Künftig wird zwar wieder das Ziel sein, den Etat im Dezember zu verabschieden, dann aber mit einem so großen Vorlauf, dass acht Wochen Beratungszeit bleiben.GESAMTSCHULE Um der Bezirksregierung zu erleichtern, die dauerhafte Fünfzügigkeit der Gesamtschule zu genehmigen, hat jetzt der Stadtrat das Raumprogramm für die Erweiterung des (noch) Realschulgebäudes genehmigt. Erforderlich sind 33 weitere Räume. Die CSB stimmte dagegen. Nicht gegen die Raumplanung, sondern gegen das Tempo. Mal eben ein Konzept für zig Millionen abzunicken, dass missfiel der CSB doch sehr. CDU-Fraktionssprecher Jürgen Gärtner hingegen warb für Planungssicherheit, die man den Eltern bieten will. Zuletzt waren zwei Jahrgänge in Folge davon betroffen, dass es zu wenig Plätze an der Gesamtschule gab.BUSCHKRUG Die Stadt hat vor etwa einem Jahr die Gaststätte „Buschkrug“ an der Kaunitzer Straße gekauft, um die Pensionszimmer mit Flüchtlingen zu belegen und den Gastraum als Treffpunkt zu nutzen. Nun hat sich die Situation aber entspannt. Und deshalb wird demnächst auf Antrag der CDU in der Politik über die weitere Nutzung diskutiert. Die Stadtverwaltung denkt darüber nach, das Kreisfamilienzentrum (zurzeit neben dem Rathaus) dort unterzubringen und den heimischen Chören den Saal als Probenraum anzubieten.TEMPO 30 Nach Meinung der Grünen sollte auf einem Teilstück der Holter Straße künftig nur noch Tempo 30 erlaubt sein. Es geht um den Abschnitt zwischen der Kreuzung mit der Bahnhofstraße/Kaunitzer Straße und dem Kreisverkehr zwischen Dechant-Bill- und Tenge-Rietberg-Straße, an dem das Holtebrocker Spielhaus, das Altenzentrum „Wiepeldoorn“, Restaurants, Geschäfte und der Holter Kirchplatz liegen. Tempo 30 möchten die Grünen zum Schutz der Fußgänger und zur Luftreinhaltung. Mehr demnächst im Fachausschuss.BREITBANDAUSBAU Nach dem Stand des Breitbandausbaus erkundigte sich jetzt der Grüne Bruno Reinke im Stadtrat. Die Stadt sei auf vielen Schauplätzen aktiv, sagte Tiefbauamtsleiter Manfred Bonensteffen. Aktuell sind die Arbeiten in Stukenbrock-Senne ausgeschrieben.

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