Symbolfoto. - © dpa
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Gütersloh Strafbefehl: Angeklagter im Fall "Anno 1280" erscheint erneut nicht

Mittelalterfest: Auch im dritten Anlauf konnte der Streit nicht verhandelt werden

Rolf Birkholz

Gütersloh. März, Juli, Oktober: Auch im dritten Anlauf konnte der Streit um Verleumdungen gegen den Veranstalter des Gütersloher Mittelalterfestes "Anno 1280" nicht vor der Strafrichterin verhandelt werden. War er im Juli kurzfristig erkrankt, versäumte der Angeklagte diesmal unentschuldigt den Termin. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde ein Strafbefehl in Höhe von 40 Tagessätzen zu je 15 Euro erlassen. Der Mann aus Drensteinfurt, der ebenfalls Mittelalterspektakel organisiert, hatte nach dem Gütersloher Fest von 2015 seinen Konkurrenten Norbert Morkes auf seiner Facebook-Seite diffamiert und ihm in einem an Stadt, Sponsoren und Medien gerichteten Brief Sicherheitsmängel und Verstöße gegen Umweltauflagen vorgehalten. In dem Zusammenhang sollen auch Begriffe wie "Idioten" und "Dreckschweine" benutzt worden sein, wie es jetzt im Amtsgericht hieß. Daraufhin hatte die Behörde nachgeprüft, aber keine eklatanten Mängel festgestellt. Morkes wiederum hatte den Mitbewerber wegen falscher Verdächtigung und übler Nachrede angezeigt. Um die Sache nicht noch weiter in die Länge zu ziehen, beantragte der Staatsanwalt, einen Strafbefehl zu erlassen. Dem folgte die Richterin. Auch der ohne seinen Mandanten aus dem Münsterland angereiste Verteidiger akzeptierte das Vorgehen.

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