Wind-Erlass beendet den Bau weiterer Windanlagen. - © picture alliance / dpa
Wind-Erlass beendet den Bau weiterer Windanlagen. | © picture alliance / dpa

Gütersloh Wind-Erlass verhindert Bau weiterer Windräder in Gütersloh

Abstandsregeln haben gravierende Folgen für das Stadtgebiet

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Die drei Windräder im Rhedaer Forst könnten die letzten gewesen sein, die in Gütersloh errichtet wurden. Mit dem neuen Abstandserlass von 1.500 Metern, von der schwarz-gelben Landesregierung für 2018 angekündigt, gebe es keine verfügbaren Flächen mehr. So steht es in den Sitzungsunterlagen für den städtischen Klimabeirat kommende Woche. Die noch im Flächennutzungsplan der Stadt ausgewiesenen Standorte seien mit der neuen Regelung nicht zu realisieren, heißt es dort weiter. "Eine Zielerreichung zum Ausbau der Windenergie des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Gütersloh ist damit ausgeschlossen. Ein Repowering vorhandener Windstandorte ist ebenfalls nicht möglich." Folglich werde sich der Anteil der regionalen Windenergienutzung für Gütersloh gegenüber dem Stand von 2017 künftig reduzieren. Auch andere Standorte der Potenzialstudie des Kreises Gütersloh seien von dem Abstandserlass betroffen. In der Sitzung wird Uwe Pöppelmann, Leiter Stromerzeugung bei den Stadtwerken, über die Details der Auswirkungen des Erlasses berichten. Die für zwölf Millionen Euro gebauten Anlagen im Rhedaer Forst wurden noch auf Grundlage der bisherigen Rechtsprechung genehmigt, und weitere sind aktuell nicht geplant. Spaziergänger, die sich der Baustelle dort nähern, werden mit Durchsagen gewarnt. Der Anlagenhersteller General Electric hat dort Kameras mit Lautsprechern installiert, die per Fernüberwachung gesteuert werden. Diese dienten dem Schutz vor Diebstahl und Vandalismus und blieben so lange aktiv, bis die Baustelle abgeräumt sei, so die Stadtwerke gestern.

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