Voller Vorfreude: Bäderleiter Marco Rempe begutachtet die letzten Arbeiten am Sportbecken Welle. In wenigen Wochen sollen hier schon wieder die Wasserfreunde in ihrem Element die Bahnen ziehen. - © Jens Dünhölter
Voller Vorfreude: Bäderleiter Marco Rempe begutachtet die letzten Arbeiten am Sportbecken Welle. In wenigen Wochen sollen hier schon wieder die Wasserfreunde in ihrem Element die Bahnen ziehen. | © Jens Dünhölter

Gütersloh Sportbereich im Freizeitbad "Welle" soll nach den Herbstferien öffnen

Der Rest der Umbauarbeiten soll noch vor den Weihnachtsferien folgen

Jens Dünhölter

Gütersloh. Die Gütersloher Wasserratten können sich den 6. November rot im Kalender anstreichen: Klappt alles wie geplant, beginnt am Montag nach den Herbstferien um Punkt 6 Uhr das Anschwimmen im frisch renovierten Sportbereich der Welle. Für die zahlreiche Schwimmer endet damit eine lange Zeit des Improvisierens. Im Januar hatten die Bäderbetriebe die Stöpsel aus sämtlichen Becken gezogen. Für 10,9 Millionen Euro wird seit dem das 1992 eröffnete Spaß- und Freizeitbad in einen modernen Wassertempel verwandelt. Die Wiedereröffnung erfolgt aus bautechnischen Gründen in zwei Abschnitten: Während im Freizeitbereich ebenso kräftig gewerkelt wird wie an den drei Rutschenkanälen und am Außenbecken, können sich die Sport- und Fitnessfreunde in nicht einmal vier Wochen mit ihrem Gruß "Gut Nass!" begrüßen. Die NW hat sich in Begleitung von Bäderleiter Marco Rempe im neuen Sportbereich umgesehen Neuerungen Sportbecken "Bis auf das Becken ist alles neu. Mir gefällt es", stellt der seit der Eröffnung zum Bäderteam zählende Rempe mit Blick auf neue Formen, Farben sowie eine prägnante Änderung fest. Die altbekannten Stufen an der Kopfseite des Sportbeckens sind verschwunden. Dadurch ist im ebenfalls neu geschaffenen Kursbereich zusätzlicher Platz für Aqua-Bikes entstanden. Die Badegäste gelangen über eine neue Treppe zum Becken. Als Sitz- und Abstellmöglichkeiten wurden die Sitzbänke links und rechts vom Becken neu gestaltet. Auch der Blick an die Decke offenbart eine Verbesserung: Die mit Vlies unterlegte Holzlamellendecke schluckt mehr Lärm als früher. "Wenn erst das Wasser im Becken ist, wird es sogar noch leiser", so Rempe. Unter der Abdeckung verborgen sorgen eine neue Lüftungsanlage sowie getrennte Filterkreisläufe fortan für eine bessere Belüftung der Halle. Die Befüllung des 375 Quadratmeter großen Sportbeckens startet Anfang kommender Woche. Um ein Wegplatzen der Fliesen zu verhindern, "fangen wir ganz langsam an". Der Wassereinlass wird fünf bis sechs Tage dauern. Währenddessen kann auch die Filteranlage in Ruhe getestet werden. Zukünftig erstrahlt auch alles in neuem Licht. Im Zuge des Umbaus wurden sämtliche Lampen auf LED-Technik umgestellt. Die Unterwasserscheinwerfer lassen sich sogar verschiedenfarbig illuminieren. Kursraum Das gut 16 Meter lange Lehrschwimmbecken wird durch den bis auf 1,60 bis 1,70 Meter Tiefe absenkbaren Hubboden zum Mittelpunkt des neuen Kursraumes. Eine eingezogene Trennwand sorgt nach der Wiederinbetriebnahme für die akustische, klimatische und räumliche Trennung vom Sportbereich. Marco Rempe: "Wenn die im vergangenen Jahr neu gegründeten GSV-Wasserballer im 25-Meter-Becken sind, und Gruppen im anderen, stören die sich nicht gegenseitig." Als Angebotserweiterung sollen 25 Kursangebote vom Baby-Schwimmen, über Aqua-Fit und Aqua-Cycling-Kurse zum Anziehungspunkt für neue Besucher werden Sammel-Umkleiden / Duschen im Sportbereich "Im Herrenbereich sind die Duschen durch Umbaumaßnahmen künftig doppelt so groß wie früher. Bei den Damen ist es sogar noch etwas mehr geworden", so Rempe. Die Sammelumkleiden bleiben dagegen unverändert. Einzige Ausnahme: Die schwenkbaren Türen wurden auf Rollstuhlbreite vergrößert. Dritte Verlängerung im Nordbad Im Wissen um das laut Rempe "knappe Wasserflächenpotenzial" geht die Freibadesaison in der dritte Verlängerung - jetzt bis zum 19. Oktober. Die Bäderbetriebe reagieren so auf die durch gute Besucherresonanz erkennbaren Kundenwünsche. Seit der Öffnung am Nachmittag ab dem 2. Oktober passierten jeden Tag durchschnittlich 125 bis 130 Badegäste das Drehkreuz. Der Spitzenwert lag sogar bei 220. "Der Bedarf ist da." Außenschwimmbecken "Unser Ziel ist es, morgens ab 6 Uhr in der Welle alle drei Becken geöffnet zu haben", so Rempe. Ob die Badegäste ihre Bahnen im Lehrschwimmbecken, im Sportbecken innen, oder im 25-Meter-Außenbecken ziehen, solle jeder alleine entscheiden. Als kleine Einschränkung steht der abends aus energetischen und Kostengründen mit einer dreiteiligen Plane abdeckbare Außenschwimmbereich fast selbsterklärend erst nach der Eröffnung des Freizeitbereiches für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Marco Rempe: "Schon aus versicherungstechnischen Gründen dürfen wir niemanden über die Baustelle laufen lassen." Lange gedulden müssen sich die beinharten Freiluftfanatiker ohnehin nicht. Eröffnung Freizeitbad Die Bäderbetriebe machen sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk. "Wir öffnen vor Weihnachten. Das ist der Plan", so der Bäderleiter. Die Verzögerung durch die Bombensuche sei durch die gute Kooperation mit den Handwerkern nebst einiger kleiner Planänderungen und Kosteneinsparungen längst wieder aufgefangen. Apropos Kosten: Auch da zahlt sich die gute Vorplanung aus. Marco Rempe: "Der Kosten- und der Zeitplan sind genau wie kalkuliert." Die Arbeiten würden vermutlich "bis zum letzten Tag" dauern. Mit den bereits sichtbaren Veränderungen und Verbesserungen ist der Chef der Gütersloher Bäder sehr zufrieden: "Die Leute sollen sich wohlfühlen und ihren Aufenthalt genießen. Es wird. Wir sind auf einem sehr guten Weg." Klicken Sie mit der Maus auf die Karte, um zu erfahren, welche neuen Attraktionen in der "Welle" geplant sind:

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