Ansgar Brinkmann verschoss beim Klosterpforten-Cup einen Elfmeter und setzte ihn punktgenau an den Kopf eines Zuschauers. Hier beim Ambrosia-Benefizspiel zu Gunsten der Stiftung "Tapfere Kinder", hatte der ehemalige Armine noch gute Laune. - © Noah Wedel/Archiv
Ansgar Brinkmann verschoss beim Klosterpforten-Cup einen Elfmeter und setzte ihn punktgenau an den Kopf eines Zuschauers. Hier beim Ambrosia-Benefizspiel zu Gunsten der Stiftung "Tapfere Kinder", hatte der ehemalige Armine noch gute Laune. | © Noah Wedel/Archiv

Lokalsport Gütersloh Ansgar Brinkmann trifft Zuschauer beim Klosterpforten-Cup mit dem Ball

Fußball: Die Traditionself von Borussia Dortmund verteidigt den Pokal und setzt sich im Finale nach Elfmeterschießen mit 5:3 gegen die Altstars von Bayer 04 Leverkusen durch. Zuschauer muss nach Brinkmann-Schuss ins Krankenhaus. Verletzung stellt sich als harmlos heraus

Robert Becker

Harsewinkel. Borussia Dortmund zum Zweiten: Die Traditionsmannschaft des BVB hat beim Klosterpfortencup den Vorjahressieg wiederholt und den Pokal erfolgreich verteidigt. Die Dortmunder glichen im Finale gegen die Traditionself von Bayer 04 Leverkusen einen Rückstand erst kurz vor Schluss durch Patrick Njambe zum 2:2 aus und triumphierten im Elfmeterschießen mit 5:3. Zum Abschluss des sechsstündigen Turniers gaben die Hotelchefs Reinhold Frie und Christopher Schemminck die Trophäe in die Hände der ehemaligen BVB-Profis Frank Mill und Patrick Njambe. Beste Firmenmannschaft war Sonepar West, die sich im Elfmeterschießen um Platz 3 gegen den VfL Bochum durchsetzte. Auch die Torjäger-Trophäe ging an den BVB: Lars Müller erzielte acht der 153 Turniertore. Leverkusener schwänzen Siegerehrung So spannend das Finale war, so ärgerlich waren die Reaktionen auf dessen Ausgang. Leverkusen fühlte sich im Endspiel verschaukelt, reklamierte vor dem Ausgleich mehrere Foulspiele, die nicht geahndet wurden. Dass sie noch vor der Siegerehrung die Heimreise antraten, habe aber an einem Anschlusstermin gelegen, sagte ein Teambetreuer: „Einige von uns hatten Karten für das Helene-Fischer-Konzert". Der Veranstalter nahm es sportlich: „Leverkusen und Dortmund waren die besten Mannschaften, manche Zweikämpfe waren heftig, aber so ist Fußball", kommentierte Reinhold Frie. Bereits in der Gruppenphase ging es heiß her. Im letzten Spiel ging es zwischen der Nationalmannschaft Deutsche Post und Arminia Bielefeld so ruppig zur Sache, dass beide Teams Zeitstrafen kassierten. Beide Mannschaften hatten ihre Emotionen aber im Griff. Der Schiedsrichter bekam nach dem knappen 0:1 und dem „Aus" für die Post sogar ausdrückliches Lob von Detlev Steinebach , dem Teamchef des „Gelben Riesen". Erstmals seit Jahren glückte gleich drei Firmenmannschaften der Gruppensieg: Melos setzte sich vor RW Essen durch, Schoppengerd Media verwies den FC Gütersloh auf Rang 2 und Nobilia den FC Schalke. Einen Höhenflug erlebte außerdem die Firmentruppe von Tiefbau Hark um Sascha Otte. Sie verpasste den Gruppensieg nur um ein Tor. Erster wurden die VDV-Fußballer. Brinkmann verzieht Strafstoß unglücklich In den Achtel- und Viertelfinals setzten sich dann – mit Ausnahme Sonepars – aber dann doch die Traditionsteams durch. Schoppengerd Media scheiterte am FC Schalke (0:1), Nobilia am FC Gütersloh (0:1), Tiefbau Hark an Borussia Dortmund (0:1). Knapp schied der FC Gütersloh im Viertelfinale gegen den VfL Bochum aus. Der FCG hatte mit 13 Spielern den größten Kader, darunter zahlreiche ehemalige Zweitliga-Spieler wie Dirk Flock, Frank Scharpenberg, Stefan Braunschweig, Pino Canale oder Thijs Waterink. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fiel per Elfmeterschießen. Dort senste Ansgar Brinkmann, der sonst den Klosterpfortencup stets bei den Arminen spielt, den ersten Gütersloher Elfmeter über das Tor. Dabei traf der Ball einen etwa 40 Meter hinter dem Zaun stehenden Zuschauer so unglücklich, dass dieser zunächst zu Boden ging und später im Krankenhaus behandelt wurde. Die Verletzung stellte sich aber lediglich als Nasenbluten heraus. Trotz des unglücklichen Zwischenfalls zogen die Verantwortlichen des Klosterpfortencups ein positives Fazit. „Noch nie waren so früh so viele Zuschauer hier", stellte Reinhold Frie fest. Erstmals lag die Organisation bei der Bielefelder Agentur Impulsevent. Den parallel vom FC Gütersloh ausgetragenen Kids-Cup gewann der SV Spexard. Im Endspiel setzte er sich gegen den VfR Wellensiek durch. Oliver Eichstädt übergab Trainingsbälle und Pokale.

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