Das ist das Haus III vom Gleis-13-Projekt. - © Gleis 13 GmbH
Das ist das Haus III vom Gleis-13-Projekt. | © Gleis 13 GmbH

Gütersloh Diese Unternehmen ziehen in die Häuser von Gleis 13 ein

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Gut, dass Thomas Hagedorn auch im Urlaub manchmal in die Zeitung blickt. Der Abbruchunternehmer weilte im Juli 2014 auf einem Campingplatz in Italien, als er las, das Ausschreibeverfahren für den Güterbahnhof laufe schon; Interessenten hätten noch zwei, drei Wochen Zeit, sich zu bewerben. Hagedorn rief bei seinem Projektleiter Rick Mädel an, bat ihn, sich zu kümmern, und wandte sich sodann an Christoph Borchard, „der beste Projektentwickler, den ich in Ostwestfalen kenne". Der Bielefelder und der Gütersloher, sie fanden rasch zusammen. Das Grundstück, 40 Meter breit und 350 Meter lang, „war derart katastrophal im Zuschnitt, das hat mich sofort gereizt", sagt Borchard. Binnen 15 Minuten hatte er mit Papierservietten einen ersten Entwurf gefaltet: Vier Gebäude nebeneinander, zwei doppelte in der Mitte und zwei Hingucker am Anfang und Ende. Klicken Sie auf die einzelnen Punkte in der Abbildung, um zu sehen, welche Unternehmen zukünftig in das neue Stadtquartier Gleis 13 einziehen. Optisch war damit klar, in welche Richtung es gehen sollte. Borchard: „Die kritischste Frage war in meinen Augen nur die, ob eine Stadt wie Gütersloh ein solches Projekt verdauen kann." 18.000 Quadratmeter zusätzliche Geschäftsfläche Inzwischen, drei Jahre später, kennen Hagedorn und Borchard die Antwort: Gütersloh kann. Die 18.000 Quadratmeter zusätzlicher Geschäftsfläche, sie werden der Gleis 13 GmbH und ihren beiden Gesellschaftern nahezu aus der Hand gerissen. Auf halber Strecke teilten sie bei einem Baustellenfest vergangene Woche mit, sie werden bereits 2019/20 mit der Bebauung des Riesenareals fertig sein, zwei Jahre früher als geplant. Und nach Lage der Dinge und mit Blick auf die Architektur der Gebäude werden sie auch das schaffen, was Bürgermeister Henning Schulz zu Beginn der Planungen hoffte: „Das Interesse der Stadt liegt darin, dass Gütersloh eine gute Visitenkarte abgibt." Damit das künftig nicht nur hinterm Bahnhof, sondern auch davor der Fall ist, hat die Stadt für die Fläche rund um Post, ZOB und Bahnhofsvorplatz bekanntlich eine Planung angestoßen – Hagedorn und Borchard sind sehr interessiert.

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