Weiter so: Unterstützt von Wapelbeats-Manager Simon Drosten (v. l.) leiten Olaf Köhler, Matthias Markstedt, Günter Klauke und Hermann Dreesbeimdieke als wiedergewählter Vorstand weiter den Wapelbad-Förderverein. - © Rolf Birkholz
Weiter so: Unterstützt von Wapelbeats-Manager Simon Drosten (v. l.) leiten Olaf Köhler, Matthias Markstedt, Günter Klauke und Hermann Dreesbeimdieke als wiedergewählter Vorstand weiter den Wapelbad-Förderverein. | © Rolf Birkholz

Gütersloh Wapelbad will trotz "extrem guter" Bilanz Eintrittspreise erhöhen

Gute Leute kosten Geld

Rolf Birkholz

Gütersloh. Das vorige, zehnte Betriebsjahr des Wapelbads der Neuzeit lief für Matthias Markstedt, den Vorsitzenden des Fördervereins, "extrem gut", war "die beste Saison ever", die beste bisher. Doch weil man nicht immer mit gutem Wetter für die Freiluft-Musikveranstaltungen rechnen kann und zugleich die Kosten steigen, wurden auf der Mitgliederversammlung etwas höhere Eintrittspreise ins Auge gefasst. Hintergrund der Überlegungen war auch das laufende Geschäftsjahr, dessen Zahlen laut Kassenwart Hermann Dreesbeimdieke "etwas gedämpfter" als für 2016 ausfallen dürften, auch wenn man noch auf ein paar schöne Herbsttage hofft. Doch ökonomisch entscheidend sind die fünf Wapelbeats, vor allem der 1. Mai und das Holi-Fest. "Bademeister" Markstedt zufolge sind die Produktionskosten, die Aufwendungen für Technik, 15 Mann Sicherheitspersonal, das vor allem mit der Park-Regelung beschäftigt sei und den DJ auf 15.000 Euro angewachsen. Und die Preise für die Musikmacher entwickelten sich inflationär. "Booking ist extrem schwierig geworden", so der Vorsitzende. Dabei sei das ursprüngliche Ziel des Vereins ja "gutes Booking" gewesen, also einen guten und bekannten (Konserven-) Musikanten zu buchen und damit den jungen Leuten etwas zu bieten, "das sie sonst nicht mehr kriegen" in OWL. Doch je größer der internationale Markt, desto teurer seien eben solche DJs, meinte Wapelbeats-Manager Simon Drosten. Aber der DJ sei halt ein entscheidender Faktor für das Publikum. "Wir müssen eine mittlere Schiene finden", sagte Markstedt. Er schlug eine Erhöhung der Eintrittspreise um ein bis zwei auf maximal sieben Euro vor. Drosten fand das auch aus Gästesicht in Ordnung, denn die wüssten ebenfalls, dass gute Leute kosteten. "Das Geld wird verdient am 1. Mai und mit dem Holi-Fest", blickte Markstedt auf die wichtigsten Ereignisse 2017 voraus; Holi, das Fest mit den Farben, ist für den 26. Mai angesetzt. Die weiteren Wapelbeats-Termine hängen noch von der Auslosung der Fußball-WM ab. Wenn alles gut läuft - man sei immerhin "noch nie am 1. Mai abgesoffen", so der Vorsitzende - werden auch wieder Spenden fließen. Rund 34.000 Euro (an Grundschulen, Frauenhaus, Therapeutisches Reiten) waren es laut Markstedt 2016, in diesem Jahr sogar 50.000 Euro an "Ärzte ohne Grenzen". Obwohl 2017 schlechter abschließen wird. Aber, so Hermann Dreesbeimdieke fast finanzministeriell, eine "schwarze Null wird es werden."

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