Am Kesselbrink ist es am Freitag zu einem Gewaltexzess gekommen. - © Archivfoto: Christian Geisler
Am Kesselbrink ist es am Freitag zu einem Gewaltexzess gekommen. | © Archivfoto: Christian Geisler

Bielefeld Messerstecherei am Bielefelder Kesselbrink: Mordkommission sucht jungen Gewalttäter

Gewaltausbruch am Freitagabend: Unbekannter zückt während Massenschlägerei Waffe, sticht mehrfach zu und verletzt einen 21-jährigen Gütersloher schwer / Ermittlungen wegen versuchtem Tötungsdelikt

Dennis Rother

Bielefeld. Die Polizei sucht einen etwa 18-jährigen Mann, der am Freitagabend auf dem Bielefelder Kesselbrink mit einem Messer auf einen 21-Jährigen eingestochen haben soll. Das Opfer wurde schwer verletzt. Zuvor hat es laut Angaben der Ermittler eine Massenschlägerei mit etwa 20 beteiligten Personen gegeben. Die neunköpfige Mordkommission "Kessel" ist im Einsatz. "Es geht um einen versuchten Tötungsdelikt", sagt Polizeisprecher Michael Kötter. Zeugenhinweise gehen ans Kriminalkommissariat unter Tel. (05 21) 54 50. Laut der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Kripo, die im Fall des brutalen Gewaltexzesses gemeinsam ermitteln, begann die folgenschwere Auseinandersetzung mutmaßlich gegen 22 Uhr. Mehrere junge afghanische Männer hätten zu diesem Zeitpunkt eine 22-Jährige sowie eine 16-Jährige aus Bielefeld verbal beleidigt, so die ersten Erkenntnisse der Beamten. Das sei vermeintlich Auslöser der Gewaltspirale gewesen. Wegen der Beleidigungen wollte ein 21-Jähriger aus Gütersloh die Männer zur Rede stellen. Aus einem verbalen Streit entwickelte sich die Prügelei, heißt es von der Polizei. "Und zwar mitten auf dem Kesselbrink", so Sprecher Michael Kötter. Flucht Richtung Ravensberger Park Plötzlich habe dann ein Unbekannter aus der Männergruppe ein Messer gezogen. Er stach auf den 21-Jährigen mehrfach ein. Die Angreifer flüchteten in unterschiedliche Richtungen. Fünf Personen seien in Richtung Ravensberger Park gelaufen. Als Polizeibeamte auf dem Kesselbrink eintrafen, behandelten Rettungssanitäter bereits den verletzten 21-Jährigen. Seine Verletzungen waren letztlich nicht lebensbedrohlich, weil er unmittelbar ärztlich versorgt werden konnte. Außer dem 21-Jährigen aus Gütersloh wurde ein 20-jähriger Bielefelder, eine 22-jährige Bielefelderin und ein 22-Jähriger aus Kalletal bei der Schlägerei verletzt. Bei dem noch unbekannten Tatverdächtigen soll es sich um einen etwa 18 Jahre alten Iraker oder Kurden handeln, heißt es von der Polizei. Er sei etwa 1,60 Meter groß, schlank und habe kurze, schwarze Haare. An beiden Seiten des Kopfes soll oberhalb der Ohren bis zum Hinterkopf jeweils ein sogenannter "Stich"  - eine frisch einrasierte Kante - in den Haaren zu sehen sein. Der Mann soll am Freitagabend eine schwarze Stoffhose getragen haben.

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