Improvisierter Minipark: Die Aktivisten zeigen, wie man die Parkflächen alternativ nutzen könnte
Improvisierter Minipark: Die Aktivisten zeigen, wie man die Parkflächen alternativ nutzen könnte

Gütersloh „Park(ing) Day“: Warum Parkplätze mit Liegestühlen und Pflanzen dekoriert wurden

Mitglieder die Bürgerinitiative "Energiewende" nehmen zum ersten Mal am weltweiten Park(ing) Day teil. Sie gestalten fünf Parkplätze in der Gütersloher Innenstadt

Anna Haftmann

Gütersloh. Schachbrett und Carrera-Bahn statt parkender Autos. Der Anblick des Parkplatzes vor der Gütersloher Sparkasse irritierte am Freitagnachmittag einige Passanten. Mitglieder der Bürgerinitiative "Energie-wende" hatten fünf Parkplätze an der Strengerstraße umfunktioniert. Im Rahmen des weltweiten Park(ing) Days stellten sie Liegestühle, Tische und Pflanzenkübel auf die Plätze, um eine Atmosphäre ohne Autos zu schaffen. Ziel war es, "den Bürgern zu zeigen, wie viel Platz Parkplätze im öffentlichen Raum einnehmen und welche anderen besseren Verwendungsmöglichkeiten es für diese Flächen gibt", sagte Felix Kupferschmidt von der Bürgerinitiative. Alle Straßen seien von Autos gesäumt - obwohl das in seinen Augen gar nicht notwendig sei: "In Gütersloh ist man nicht wirklich auf Autos angewiesen. Die Wege sind so kurz, dass man sie fast immer zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen kann. Uns geht es darum, mehr Lebensqualität zu schaffen", so Kupferschmidt. Der limitierte Platz in Gütersloh stelle aber viele vor Herausforderungen, so dass regelrechte "Verteilungs-kämpfe" entstehen würden. Vor allem die Einzelhändler wehren sich, laut Kupferschmidt, mit aller Kraft gegen weniger Parkplätze, aus Angst, dadurch Kunden zu verlieren. Neben dem Umweltgedanken ging es der Bürgerinitiative aber auch um Unterhaltung. So bauten sie etwa ein riesiges Schachspiel und eine Carrera-Bahn auf.

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