Unfall: Zwei Personen wurden schwer verletzt als ein Baum auf die Bielefelder Straße schlug. - © Andreas Eickhoff
Unfall: Zwei Personen wurden schwer verletzt als ein Baum auf die Bielefelder Straße schlug. | © Andreas Eickhoff

Kreis Gütersloh Sturmtief richtet zahlreiche Schäden im Kreis Gütersloh an

41 Mal muss die Polizei im Kreis ausrücken - Harsewinkel trifft es besonders hart

Stefan Boes
Andreas Eickhoff

Guitano Darhoven

Lena Vanessa Niewald

Kreis Gütersloh. Sturmtief Sebastian kam mit Ankündigung. Schon am frühen Mittwochmorgen hatte der Deutsche Wetterdienst eine Amtliche Warnung vor schweren Sturmböen herausgegeben. Auch vor entwurzelten Bäumen warnte der Wetterdienst. Im Kreis Gütersloh wüteten die heftigen Böen mit bis zu 100 Studenkilometern bis spät in den Nachmittag. Laut Polizeiaussagen mussten Beamte insgesamt 41 Mal ausrücken. Besonders im Raum Harsewinkel, Greffen und Marienfeld schlug "Sebastian" zu. Allein dort dort kam es laut der Feuerwehrleitstelle zu zwölf Einsätzen. InGreffen stürzte in der Mittagszeit eine Birke auf das Dach der Grundschule. Dabei wurde niemand verletzt, das Dach wurde jedoch stark beschädigt. Feuerwehrleute mussten den Baum mit Hilfe einer Drehleiter entfernen.Ebenfalls mittags, gegen 12 Uhr, legte ein umgestürzter Baum den Verkehr an der Bielefelder Straße lahm. Dank des schnellen Einsatzes der Marienfelder Feuerwehr, war die Straße aber schnell wieder passierbar. Zwei Personen werden eingeklemmt In weiteren Fällen mussten abgerissene Äste und umgestürzte Bäume entfernt werden. Am schwersten traf es zwei Personen, die im Auto an der Bielefelder Straße, Ecke Anton-Bessmann-Ring, unterwegs waren. Sie wurden schwer verletzt, als eine dicke Eiche genau auf das Autodach stürzte. Die beiden Insassen des Polos wurden eingeklemmt und mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen 13.15 Uhr hatte die Fahrerin des blauen Polo gerade den Kreisverkehr am Anton-Bessmann-Ring passiert, als sie ihre Fahrt an der Bielefelder Straße in Richtung Niehorst fortsetzen wollte.Genau in diesem Moment krachte eine dicke Eiche auf das Auto. Aufgeschreckt durch den Krach und die Bremsgeräusche wurde Serviceleiter Dieter Vagelpohl. Er schaute aus dem Fenster seines Büros und sah das Dilemma sofort. Der Mitarbeiter des Maschinenbauunternehmens setzte sich sofort auf einen Gabelstapler und fuhr damit zur Unfallstelle. Dach des Fahrzeugs muss abgetrennt werden Gleichzeitig informierte ein Autofahrer, der mit seinem Auto in Richtung Ortskern unterwegs war, über den Notruf 112 die Feuerwehr. Der Feuerwehrmann aus Bielefeld teilte dem Disponenten in der Kreisleitstelle Gütersloh alle wichtigen Informationen mit.So wurden neben den Löschzügen Marienfeld und Harsewinkel die Notarzteinsatzfahrzeuge aus Harsewinkel und Gütersloh sowie zwei Rettungswagen an die Unfallstelle entsandt. „Als ich mit dem Gabelstapler hier war, habe ich den Baumstamm ein wenig angehoben", berichtet Vagelpohl weiter. Dann kamen auch schon die ersten Feuerwehrleute, der Stamm wurde mit einer Motorsäge zerschnitten und das Auto ein wenig zurückgezogen.„Um die Personen zu befreien, wurde das Dach des Fahrzeuges abgetrennt und die Türen entfernt", berichtete Einsatzleiter Jörg Thiede. Zunächst wurde die Fahrerin, die durch das Armaturenbrett eingeklemmt war, aus dem Wrack befreit. Anschließend befreiten die Feuerwehrleute den Beifahrer. Beide Personen wurden zunächst an der Unfallstelle notärztlich behandelt. An dem Polo entstand ein Totalschaden, die Bielefelder Straße und der Anton-Bessmann-Ring mussten für knapp zwei Stunden gesperrt werden.Für Donnerstag meldet der Wetterdienst weiterhin starke Sturmböen. Baumschäden im Mohns-Park Auch in Gütersloh waren die Schäden von Sturmtief Sebastian sichtbar. Zahlreiche Bäume wurden umgeknicktund entwurzelt.  Am Mohns-Park an der Arndtstraße wurde die Krone eines Baumes durch den Sturm derartheftig gedreht, dass sich der Stamm in vier Teile aufspaltete. Diehinzugerufenen Feuerwehrleute konnten die Einsatzstelle zunächst nurabsichern und die Kollegen von der Grünflächenunterhaltunginformieren. Zunächstverschaffte sich Gärtnermeister Otto Sewerin ein Bild der Lage, eheseine beiden Kollegen ein Stahlseil um den Stamm legten und mit einenFrontlader das obere Stück des Baumes zu Boden zogen. Anschließendwurde der Baum zersägt und abtransportiert.PolizeisprecherinCorinna Koptik sagte im Gespräch mit der Neuen Westfälischen dass überallim Kreisgebiet Schilder umgeweht oder Bäume entwurzelt wurden. Laut derKreisleitstelle in Gütersloh koordinierte diese bis 16 Uhr rund60 Einsätze im Kreisgebiet, die dann vor Ort vonden einzelnen Löschzügen abgearbeitet wurden. Gegen 17 Uhr habesich die Lage langsam wieder normalisert.

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