Warnung: Die Polizei rät zu Vorsicht. - © Themenbild/Picture Alliance
Warnung: Die Polizei rät zu Vorsicht. | © Themenbild/Picture Alliance

Kreis Gütersloh Betrüger verschicken gefälschte Haftbefehle im Kreis Gütersloh

Gütersloh. Die Polizei warnt aktuell vor Tätern, die im Kreis Gütersloh gefälschte Haftbefehle mit Geldforderungen per Post oder auch per Email an oftmals ältere Menschen versenden. Gemeldet wurden im Kreis bislang vier Versuche - in allen Fällen scheiterten die Täter an cleveren Senioren, die nicht auf die Forderungen der Betrüger eingingen. Dennoch ist von einer bundesweit auftretenden Betrugsmasche auszugehen, die vermutlich von den Tätern - weil neu und unbekannt - auch im Kreis Gütersloh häufiger eingesetzt werden wird. Dokumente sind mit gefälschten Behördenstempeln versehen Die gefälschten Haftbefehle, die angeblich von verschiedenen Staatsanwaltschaften verschickt wurden, sehen für das ungeübte Auge oftmals täuschend echt aus. Um diese Echtheit vorzutäuschen, versehen die Täter das "Dokument" mit einem Behördenstempel sowie einer Unterschrift. Darin wurden die Empfänger aufgefordert, innerhalb von drei Tagen einen fünfstelligen Geldbetrag zu überweisen, da sie ansonsten eine langjährige Freiheitsstrafe antreten müssten. Alternativ zur Ratenzahlung wird der Haftantritt in einer näher bezeichneten JVA mit konkretem Termin angeboten. Aufgenommenes Besetztzeichen unter der angegebenen Rufnummer Die Betrüger bieten die Möglichkeit der Ratenzahlung an und liefern zur Klärung der Formalitäten gleich eine Telefonnummer des angeblichen "Staatsanwaltes" mit. Wird diese Nummer angerufen, ertönt ein aufgenommenes Besetztzeichen. Die eigene Nummer wird den Tätern aber angezeigt, um diese für weitere Straftaten verwenden zu können. Die Polizei Gütersloh warnt dringend vor diesen Schreiben und empfiehlt: "Ignorieren Sie derartige Schreiben, überweisen Sie kein Geld und händigen Sie kein Geld an mögliche Abholer aus." Betroffene sollen sich über den Polizeiruf 110 mit Beamten in Verbindung setzen. Weiter rät die Polizei: "Rufen Sie auf keinen Fall die im Schreiben angegebene Telefonnummer an, denn Ihre Nummer könnte zur Begehung späterer Straftaten gespeichert werden. Schreiben Sie auf keinem Fall die im Schreiben angegeben Post- oder Emailadresse an."

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