Symbolbild. - © David Schellenberg
Symbolbild. | © David Schellenberg

Gütersloh Bauarbeiten am Gütersloher Windpark stehen still

Die Begründung der Stadtwerke: Fehlende Genehmigungen für Schwertransporte

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Spaziergängern am Rhedaer Forst ist es bereits aufgefallen: Die Bauarbeiten am Windpark Gütersloh stehen seit einigen Tagen still. Die Stadtwerke Gütersloh (SWG) nennen als Grund fehlende Genehmigungen für Schwertransporte. Projektleiter Francisco Lopez Sommer sagte gestern, zuständig seien die Straßenverkehrsbehörden in den Niederlanden. Betroffen sei nicht nur der Windpark Gütersloh, „sondern ein großer Teil der Windkraftprojekte in Deutschland". Ob der Zeitplan für die Fertigstellung der drei Anlagen bis Ende September eingehalten werden könne, sei mittlerweile fraglich. „Wir hoffen jeden Tag, dass die Genehmigungen erteilt und die Arbeiten am Windpark fortgeführt werden können", sagte Lopez Sommer. Die Bauteile, sprich Türme, lägen in Holland bereit, würden jedoch nicht auf Lkw umgeladen, weil die Großtransporte ohne Genehmigung nicht auf die Straße dürften. Bislang sei auf der Baustelle im Rhedaer Forst alles reibungslos verlaufen. Die Fundamente seien gegossen, die Sockel fertig – Arbeiten, die am Boden erledigt werden konnten. Um nun in die Höhe zu kommen, steht seit gut zwei Wochen ein mehr als hundert Meter hohe Kran parat – doch er bekommt nichts zu tun. Während am Boden verteilt bereits einige der großen Rotorblätter liegen, warten die Bauleute auf die Türme. Lopez Sommer: „Wir beschäftigen uns derzeit mit anderen technischen Details, etwa der Verkabelung, aber mit dem Hochbau kommen wir derzeit nicht weiter." Der Anlagenhersteller, die GE (General Electric) Wind GmbH mit Sitz in Salzbergen bei Rheine, sagte gestern, man arbeite derzeit mit Hochdruck an der Lösung des Problems. In der Tat sei keinesfalls nur Gütersloh betroffen. Während manche als Ursache für die Schwierigkeiten eine Baustelle auf der A 31 (auch Emslandautobahn oder Friesenspieß genannt) vermuten, heißt es von anderer Seite, es könnte an den allgemein längeren Bearbeitungszeiten für Genehmigungen liegen.

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