„Herzlichen Glückwunsch": Mirko Tabbert, der neue König der Avenwedder Sebastianer, hatte nach seinem „Meisterstück" gestern jede Menge Hände zu schütteln. Mit dem 123. Schuss sicherte sich der 41-jährige Tischler die Regentschaft der Saison 2017/18. - © Henrik Martinschledde
„Herzlichen Glückwunsch": Mirko Tabbert, der neue König der Avenwedder Sebastianer, hatte nach seinem „Meisterstück" gestern jede Menge Hände zu schütteln. Mit dem 123. Schuss sicherte sich der 41-jährige Tischler die Regentschaft der Saison 2017/18. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Mirko Tabbert ist neuer König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft

Schützenfest: Mit dem 123. Schuss holte der 41-Jährige den zähen Adler von der Stange

Henrik Martinschledde

Gütersloh-Avenwedde. Als Tischler kennt sich Mirko Tabbert mit Holz aus und normalerweise nimmt er die Säge, wenn etwas fachmännisch zerkleinert werden muss. Gestern war allerdings die Schrotflinte das Werkzeug seiner Wahl. Aber auch das klappte: Mit dem 123. Schuss fegte der 41-Jährige die letzten Reste des ehemals stolzen Holzadlers um Punkt 17.58 Uhr aus dem Kugelfang und machte sich damit zum neuen König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Avenwedde. Es dauerte allerdings etwas, bis der bekennende Dortmund-Fan richtig mitmischte und am Ende das „Federvieh" im Alleingang zerlegte. „Wenn einer den BVB erledigen muss, dann mach ich das lieber selber", lachte Tabbert, denn auf der Brust des Adlers prangte – dem originellen Vogelbauer sei Dank – das Wappen des Bundesligisten. Die erste, die ihm nach vollbrachter Tat in die Arme sprang, war seine Frau Natascha (40), mit der er nun für ein Jahr die Sebastianer regieren wird. Gleich darauf folgten seine Kinder Neela (10) und Jano (8), die mächtig stolz auf ihren Vater waren. Übung haben die neuen Regenten auf jeden Fall genug. Vor zwei Jahren waren die beiden nicht nur das Bierkönigspaar der Bruderschaft, sondern saßen auch auf dem Thron des neuen Brudermeisters Matthias Kampe und dessen Frau Christiane. Außerdem ist er der stellvertretender Oberst des Vereins. Bevor es soweit war und die zwei die Königskette und Krone von ihren Vorgängern Helmut und Monika Lückemeyer erhielten musste der Greif auf dem gut besuchten Festplatz noch seine Insignien abgeben. Die gingen an den ehemaligen Brudermeister Günter Bastubbe (Krone, 16. Schuss), Kalle Pohlmann (Apfel, 23.) und Stefan Sunder (Zepter, 53.).Nach dem furiosen Auftakt am Freitag mit dem Rock ’n’ Roll-Konzert von „Jorge & the Rock It’s", brauchte es am Samstag nach dem Großen Zapfenstreich deutlich mehr Munition um den neuen Bierkönig zu ermitteln. Erst um 21.40 Uhr setzte sich Marc Schüttforth mit dem 271. Schuss die Kaiserkrone auf. 2011 war ihm das schon einmal gelungen. Natürlich war die 91. Auflage des Sebastianerfestes auch der Rahmen, um „Danke" zu sagen für ehrenamtliches Engagement. Den Verdienstorden des Vereins erhielten Michael Brockmann und Andreas Nagel. Zwei besondere Auszeichnungen hatte Bezirksbundesmeister Heinz Heitjohann gestern Morgen im Gepäck. Sebastianer-Vizechef Andre Möser bekam das Silberne Verdienstkreuz und Manfred Tabbert den Hohen Bruderschaftsorden.

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