Lange Nacht der Kunst: Mit 33 Stationen ist die Veranstaltung so umfangreich wie noch nie. - © Raimund Vornbäumen
Lange Nacht der Kunst: Mit 33 Stationen ist die Veranstaltung so umfangreich wie noch nie. | © Raimund Vornbäumen

Gütersloh Das gibt es zu sehen bei der "Langenachtderkunst" in Gütersloh

Mit 33 Stationen ist der Event an diesem Samstag so umfangreich wie noch nie. Die NW
stellt das Angebot vor und verrät, warum sich manchmal auch weite Wege lohnen

Matthias Gans

Gütersloh. Die Neugier auf die Vielfalt künstlerischer Erscheinungsformen ist seit jeher die beste Voraussetzung, um die „Langenachtderkunst" genießen zu können. Bei der 17. Auflage dieses Events an diesem Samstag, 20. Mai, von 19 bis 24 Uhr ist aber auch gutes Schuhwerk vonnöten. Denn mit 33 Stationen ist der Gütersloher Kunstparcours für Kulturflaneure so umfangreich wie nie zuvor. Den Startschuss gibt es um 18.30 Uhr. Auf dem Berliner Platz stellt Sport & Ballett Neumann tänzerisch das ganze „Spektrum" der Emotionen vor. Der vom Künstler Atanarjuat initiierte „Friedensbaum" wird um 20 Uhr an der Ecke Friedensstraße/Baumstraße offiziell benannt. Alle Bürger können den Baum mit Friedenssymbolen schmücken. 01 Art colori, Feldstraße 19: „Der besondere Blick" heißt die Fotoausstellung der Gruppe art colori. Den Garten wird Lichtkünstler Markus Lindner illuminieren. Musik kommt von „Wendy Walker and friends". 02 Artvertise Fotostudio, Hohenzollernstraße 11 (Hinterhof): Die Fotodesigner Franzel Drepper und Carsten Wiehe zeigen Gütersloh aus ungewohnter Perspektive – mit viel Schwarz. 03 Baguetterie Marie; Königstraße 11: Unter Schwarzlicht bescheren die Bilder Reza Sobhanis „Magische Momente". Skulpturen zeigt Monika Plaßmann. 04 Bürgerstiftung, Am alten Kirchplatz 12: Petra Wagener zeigt ihre mit Acryl- und Tempera- und Ölfarben, Pigmenten und Kreide entstandenen Bilder. 05 Café Ankoné, Friedrichstraße 3: Gäste sind eingeladen, beim Projekt „Gelegenheitsliteratur" an einer großen Geschichte mitzuschreiben. 06 Café Fairleben; Feldstraße 31: Zu jeder vollen Stunde wird ein Sketch aus Marc-Uwe Klings „Die Känguru-Offenbarung" aufgeführt – auch mit Beteiligung der Gäste. 07 Dreiecksplatz: Der Tanz der Damen von „Cocorua" trifft auf die von Aborigines beeinflussten Klangwelten der „Analogue Birds" – um 19.30, 20.30, 21.30 und 22.30 Uhr. 08 ESG – Forum Kunst und Schule, Feldstraße 13: Zum Thema „Bücher! Lesen!" greifen Gütersloher Künstler ihre Beziehung zum Buch auf. 09 Flöttmann-Verlag, Schulstraße 10: Impulsholz – das sind von Prominenten gemalte Holzpostkarten. Unter Anleitung von Erfinderin Alexandra Heinzelmann kann man selbst kreativ werden. 10 Friedrichstraße am Dreiecksplatz: „Gtoastet" – Besuchern kommen aus dem Ablaufschacht gebrandete Toasts entgegen – erstellt von Michael Grohe und Mirek Gasz. 11 Fußgängerzone: Das Saxofonquartett der Kreismusikschule spielt in der Innenstadt und trifft dabei zu unbestimmter Zeit dreimal auf „theatrale Flashmobs" des T.R.I.P.-Theaters. 12 Haus Klangfarben, Hohenzollerstraße 24: Zum 40-jährigen Bestehen der Schule für Musik & Kunst können Gäste 40 Leinwände gestalten. Von 21 bis 22 Uhr lädt Tamara Reimer zum Workshop „Porträtmalen". 13 Inside Einrichtungshaus, Mauerstraße 13: Uschi Jung zeigt ihre „Intervention" als künstlerischen Eingriff in vorhandene Gegebenheiten. 14 Kirchstraße 21: Verschiedene „Inseln" präsentieren Ulrike Blindow (Schmuckstücke aus versch. Materialien), Dorothea Feldkamp (SPIONopikum) und Jae-Eun Jung (Bilder). 15 Kundenzentrum Stadtwerke, Berliner Straße 19: Auf Entdeckungsreise lädt Fotograf Günter Specht mit seinen Gütersloher Ansichten. 16 Kunstpassage, Münsterstraße 48: Hier stellt der Gütersloher Künstlerkreis aus (siehe unten). 17 Kunstverein, Am alten Kirchplatz 17: Die Bildersprache des Herforder Malers Weizenbaum ist hier und in der Sparkassen-Galerie (siehe 24) zu sehen. 18 Martin-Luther-Kirche, Berliner Platz: Filmmusik spielt Marcel Müther auf der Steinmeyer-Orgel. 19 Kreismusikschule, Kirchstraße 18: Die Historie der Tastenmusik – vom Cembalo über Klaviermusik zu Chansons auf dem Akkordeon – wird beleuchtet. Im zweiten Teil spielt das Quartett „8minutes" aus Bielefeld „nordic jaaz tunes". 20 Schenke im Bahnhof: Birthe Stumpenhausen lädt zu einer Besucher-Aktion. Musik kommt vom Hannoveraner Independent Label „phonkworx Records". 21 Schule für Musik & Kunst, Feldstraße 33: Zum 40-jährigen Bestehen der Schule erklingt Musik zum Genießen und Mitmachen. 22 Atelier Volker Schütz, Feldstraße 19a: Gastkünstlerin Nicola Steffen verbindet in ihrer Malerei figürliche Motive mit Farbteppichen und Collageelementen aus Stoff und Papier. 23 Galerie Siedenhans & Simon, Kökerstraße 13: In „Look at the painting" zeigt Jörg Kujawa Menschen im urbanen Raum sowie Museumsbesucher, die Bilder betrachten. 24 Sparkasse, Konrad-Adenauer-Platz: Weizenfeld-Ausstellung (siehe 17). 25 Stadtarchiv, Hohenzollernstraße 30: Die Geschichte des Fuhrmannwesens in Gütersloh wird beleuchtet. 26 Stadtbibliothek, Blessenstätte 1: Grafikdesigner Wolfgang Milting zeigt eine Auswahl interessanter Exlibris und Lesezeichen. 27 Stadthalle, Friedrichstraße 10: Sein Langzeitprojekt „eNTe" und sein „Labor für ente und Kultur" stellt Uli Horaczek im Forum vor. 28 Städtisches Gymnasium, Schulstraße 18: Reiseimpressionen zeigen Schüler im Aula-Vorraum. 29 Stadtmuseum, Kökerstraße 7-11a: Luftige Drahtskulpturen, Bahnenbilder und Lichtinstallationen zeigt Reza Sobhani. 30 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Schulstraße 22: „Was bleibt?" – dieser Frage ist Bettina Flitner fotografisch nachgegangen. 31 Theater, Barkeystraße 15: Szenen aus Homers „Odyssee" spielt „Thursday special" um 19.45 und 21.45 Uhr im Theatersaal. Klanglandschaften erschafft „triplex mesh" ab 23 Uhr in der Studiobühne. 32 Wasserturm, Friedrichstraße 17: Coversongs spielt das „Duo Vegas" , „Feine Herren" bringen feinem Akustik-Pop. 33 Weberei, Bogenstraße 1-8: Graffiti-Kunst live und zu Musik gesprayt.

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