Wollen die Besucher informieren: Juliane Jung (l.) und Sylvia Strothotte von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. - © Simon Steinberg
Wollen die Besucher informieren: Juliane Jung (l.) und Sylvia Strothotte von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. | © Simon Steinberg

Gütersloh Schlaganfall-Hilfe lädt zur Themenwoche in Gütersloh ein

Stiftung will zum offenen Umgang mit schweren Themen motivieren

Simon Steinberg

Gütersloh. Der Umgang mit dem Tabuthema Tod fällt vielen Menschen schwer. Mit Veranstaltungen im Rahmen einer Themenwoche möchte die Schlaganfall-Hilfe zu einem offenen Umgang mit den Themen Tod, Trauer und schwerer Krankheit beitragen. Vom 20. bis 27. Mai wird in der Themenwoche die Frage „Was bleibt?" aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Persönlichkeiten wie der Bergsteiger Reinhold Messner, der verstorbene Schriftsteller Günter Grass und die Theologin Margot Käßmann haben sich mit der Frage auseinandergesetzt. Die Ergebnisse können die Besucher in einer Fotoausstellung sehen und in Videobotschaften anhören. Zum gleichen Thema findet am Dienstag, 23. Mai, um 18 Uhr, ein Podiumsgespräch in der Aula des Städtischen Gymnasiums statt. Dabei interviewt Moderator Thorsten Wagner von Antenne Unna die Fotografin Bettina Flitner, Sterbebegleiter Marcus Büteröwe, Unternehmerin Ulrike Detmers und den Schlaganfall-Betroffenen Bruno Pfeiffer. Neben den Interviews bieten Fachvorträge Informationen und Orientierung zur Testamentsgestaltung sowie zum Verfassen einer Patientenverfügung. Dritthäufigste Todesursache Da der Schlaganfall immer noch die dritthäufigste Todesursache ist, plädiert Sylvia Strothotte, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung, für mehr Prävention und offene Gespräche: „Im Gespräch mit Schlaganfall-Betroffenen stoßen wir regelmäßig auf die Frage, was bleibt. „Deshalb finden wir es wichtig, sich nicht zu spät mit bestimmten Fragen zu beschäftigen – nicht nur in Zeiten von Krankheit, sondern vor allem wenn alles gut ist." Um den Interessierten diese Fragen zu beantworten, finden neben dem Podiumsgespräch auch der Vortrag „Patientenverfügung – zwischen gestern und heute" am Freitag, 26. Mai, um 17 Uhr in der Sparkase statt. Die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum" wird am Samstag, 20. Mai, um 19 Uhr eröffnet und ist danach täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet „Wir bieten auch geführte Touren für Gruppen ab fünf Personen an und nehmen uns Zeit für individuelle Beratungsgespräche" sagt Julia Hebeler von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Der Eintritt für die Vorträge und die Ausstellung ist kostenlos.

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