Echtes Zugpferd: Neal Prestons Foto-Portraits von Rock’n’Roll-Größen lockten mehr als 10.000 Besucher ins Theater. - © Patrick Menzel
Echtes Zugpferd: Neal Prestons Foto-Portraits von Rock’n’Roll-Größen lockten mehr als 10.000 Besucher ins Theater. | © Patrick Menzel

Gütersloh Stadthalle und Theater Gütersloh entwickeln sich weiter positiv

Kulturräume: Die Stadthalle und das Theater haben im vergangenen Jahr zusammen 148.500 Besucher registriert. Kulturdezernent Andreas Kimpel spricht von einer „Topstory“

Rolf Birkholz

Gütersloh. Die Kulturräume entwickeln sich weiter positiv. Nachdem man schon in den vergangenen drei Jahren ganz gute Ergebnisse erzielt habe, so Kulturdezernent Andreas Kimpel, lasse sich beim Jahresabschluss 2016 für Stadthalle und Theater von einer „Topstory" sprechen. Wachsende Besucherzahlen, mehr Nutzungen und Vermietungen. Bei etwa gleichen Aufwendungen wie im Vorjahr liege infolge verbesserter Erträge in beiden Betriebszweigen der von der Stadt zu tragende Verlustausgleich um fast 444.850 Euro und damit 13 Prozent unter dem Planansatz von 3.488.300 Euro „Der Laden ist jetzt da, wo wir ihn haben wollten", freute sich Kimpel und dankte Kunden und Nutzern der Kulturräume. Der kaufmännische Betriebleiter Ralph Fritzsche nannte die Zahlen. Demnach registrierte die Stadthalle 547 Nutzungen (Vorjahr: 534), das Theater 505 (482). Das bedeute, auf den Einsatz der Mitarbeiter umgerechnet, im Schnitt vier Nutzungen pro Tag in den Kulturräumen. Gesamtbesucherzahl ist gestiegen Das Theater war laut Fritzsche bei Abendveranstaltungen zu 90,3 Prozent, insgesamt zu 79,8 Prozent ausgelastet. 42.500 Tickets seien verkauft worden (Vorjahr: 38.500). Die Gesamtbesucherzahl in der Stadthalle sei auf 85.000 (74.500), im Theater auf 63.500 (50.500) angestiegen. Kimpel wies darauf hin, das der Zuwachs im Theater im Wesentlichen auf der sehr gut angenommen, allein von 10.000 Interessierten besuchten Ausstellung mit Fotos des Rockmusiker-Fotografen Neal Preston resultierte. Hinzu kamen demnach gute Vermietungszahlen etwa in der Adventszeit. Auch die Gastronomie, Skylobby und das Restaurant „Fritz", erreiche nach einem überwundenen „Knick" wieder Werte „wie früher in ordentlichen Jahren", sagte Kimpel. Als Gründe für die insgesamt erfreuliche Entwicklung sah er unter anderem „Markteffekte", zudem wirke sich die Sanierung der Konferenzräume aus. Das erwarte er auf Dauer auch von der Renovierung der Außenhaut der Stadthalle. Sie stehe ab Mai 2018/19 an und werde eingangstechnisch vor allem den Kleinen Saal berühren. Es liefen Gespräche zur Feinabstimmung. Sponsoren bedarf es weiterhin Damit kein Missverständnis aufkomme, betonte Kimpel: Kultur bleibe natürlich ein Zuschussbetrieb und man werde weiter realistisch kalkulieren. Sponsoren bedürfe es selbstverständlich weiterhin, etwa um die hochwertige Reihe „Vier Jahreszeiten" anbieten zu können. Umgekehrt profitiere wiederum die heimische Wirtschaft von Begleiteffekten der Veranstaltungen in den Kulturräumen. Bei Gesprächen mit anderen Kulturträgern, so sagte der Kulturdezernent, habe er erst gerade wieder erfahren, wie „positiv beachtet" Güterslohs andernorts werde. „Man geht an Gütersloh nicht mehr vorbei, wenn man über Kultur spricht in Nordrhein-Westfalen."

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