Unmittelbar nachdem die ausgemusterten Waggons der Wuppertaler Schwebebahn an der Großbaustelle Gleis 13 platziert wurden, haben Graffiti-Sprayer die Wagen vollgeschmiert. Das Unternehmen Hagedorn hat die Tat angezeigt. - © Stefan Boes
Unmittelbar nachdem die ausgemusterten Waggons der Wuppertaler Schwebebahn an der Großbaustelle Gleis 13 platziert wurden, haben Graffiti-Sprayer die Wagen vollgeschmiert. Das Unternehmen Hagedorn hat die Tat angezeigt. | © Stefan Boes

Gütersloh Graffiti an Waggons der Schwebebahn in Gütersloh geschmiert

Die Polizei ermittelt nach unbekannten Tatverdächtigen

Stefan Boes

Gütersloh. Erst vor rund einer Woche wurden an der Gleis-13-Großbaustelle, an der Einmündung von Carl-Bertelsmann-Straße und Langer Weg, zwei ausgemusterte Waggons der Wuppertaler Schwebebahn platziert. Schon kurz darauf prangen auf den Wagen große Graffiti. An beide Waggons wurden große, bunte Schriftzüge geschmiert. Fenster wurden dabei nicht verschont. Vorne ist die Signatur „RMK Crew" zu erkennen. Die Täter waren abends, am 11., 12. oder 13. Mai am Werk. Die Firma Hagedorn hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Die ermittelt nun gegen einen unbekannten Tatverdächtigen. Bei der Aktion sei sehr professionell vorgegangen worden, sagt Katharina Felsch, Sprecherin der Polizei Gütersloh. Bei den Ermittlungen sei die Polizei auf Zeugenaussagen angewiesen. Die Suche nach Graffiti-Sprayern ist selten von Erfolg gekrönt. Die Polizei sammelt in einer Datenbank die Schriftzüge der Graffiti-Gruppen. Und kommt Tätern dadurch manchmal erst später auf die Spur. „Manchmal werden Täter von Fällen gefasst, die schon lange zurückliegen", sagt Felsch. In diesem Fall wurde noch kein Tatverdächtiger ermittelt. Die Waggons wurden am Donnerstag, 11. Mai, mit einem Schwerlastkran an der Baustelle platziert – sie sollen vorübergehend als Blickfang dienen, sagte Architekt Daniel Möhrmann. Angeliefert wurden die Waggons auf zwei Tiefladern des Unternehmens Hagedorn. Der Unternehmer hatte sie bei einer Auktion ersteigert. Wenn das Haus 1 des Gebäudeensembles gebaut wird, müssen die Waggons wieder weichen. Auf dem seit 1997 brach liegenden, etwa 10.000 Quadratmeter großen Areal sollen bis zum Jahr 2021 rund 25 Millionen Euro investiert werden.

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