Tatort: Die Messerstecherei ereignete sich am Gütersloher Kleeweg, am Morgen wurden die Spuren gesichert. - © Andreas Eickhoff
Tatort: Die Messerstecherei ereignete sich am Gütersloher Kleeweg, am Morgen wurden die Spuren gesichert. | © Andreas Eickhoff

Gütersloh Messerstecherei in Gütersloh: Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

14-köpfige Mordkommission gebildet / Tatbeteiligte im Alter zwischen 15 und 19 Jahren

Andreas Eickhoff
Jens Reddeker

Gütersloh. Bei der Eskalation eines Streits zwischen zwei Personengruppen sind am frühen Morgen des Ostersamstags in Gütersloh-Spexard zwei junge Männer durch Messerstiche schwer verletzt worden. Die Polizei bestätigte mittlerweile Informationen von nw.de, wonach beide Betroffene im Alter von 19 und 21 Jahren in Krankenhäuser gebracht wurden, nachdem sie zuvor von Notärzten behandelt worden waren. Nachdem zunächst bei einer Person Lebensgefahr bestand, ist der Mann inzwischen außer Lebensgefahr. Die Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Taten ereigneten sich gegen 2.45 Uhr an der Ecke Kleeweg/Gerstenweg in der Determeyersiedlung nahe der Autobahn 2. Nach ersten Ermittlungen hatten sich laut Polizei beide Gruppen über soziale Medien in der Siedlung verabredet, um einen Disput zu klären. Hierbei kam es zu der Auseinandersetzung, bei der auch die jungen Männer verletzt wurden. Im Bereich der Siedlung fand die Polizei ein Messer. Am Ostersamstag wurden die Tatbeteiligten vernommen. Die Ermittlungen dauern an. Da die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt ausgeht, ermittelt eine 14-köpfige Mordkommission bestehend aus Beamten der Polizei Gütersloh und der Polizei Bielefeld. Die Leitung hat Krimimalhauptkommissar Jürgen Kollien. Vor Ort waren laut Mitteilung auch vier weitere junge Männer im Alter von 15 bis 17 Jahren. Ein 15- und ein 17-Jähriger konnten in Tatortnähe festgenommen werden. Der 15-Jährige wurde durch einen Polizeihund leicht verletzt. Einen dritten 16-jährigen Tatverdächtigen nahm die Polizei in einem Krankenhaus fest, wo er sich ambulant behandeln ließ. Die Ermittlungen ergaben zusätzlich einen Hinweis auf eine weitere Person, die in einer nahegelegenen Wohnung angetroffen wurde. Die genaue Tatbeteiligung dieses 17-Jährigen steht laut den Ermittlern jedoch noch nicht fest. Am Morgen sicherten Experten der Spurensicherung aus Bielefeld den Tatort. Einige Blutflecken auf der gepflasterten Straße wurden genauer untersucht, das Umfeld fotografiert. Die Beamten machten sich auch auf die Suche nach möglichen Tatwerkzeugen in der näheren Nachbarschaft. Vorgärten und angrenzende Grundstücke wurden intensiv abgesucht.

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