Gütersloh Friedrich Roggenkamp im Alter von 80 Jahren gestorben

Buchhändler, Christ und Förderer der Kultur

Gütersloh. Seinen 80. Geburtstag vor drei Monaten feierte er noch bei guter Gesundheit. Am Freitag, 17. März, ist der langjährige Inhaber der Buchhandlung Osthus, Friedrich Roggenkamp, einem im Januar diagnostizierten Gehirntumor erlegen. Er starb friedlich, rasch und schmerzlos in seinem Haus in der Königstraße 10. Hier wurde er am 14. Dezember 1936 als Sohn von Hermann und Frieda Roggenkamp geboren. Als eines von neun Geschwistern besuchte er das Evangelisch Stiftische Gymnasium und absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Sortimentsbuchhändler bei der Firma Steinkopf in Stuttgart. Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Gütersloh zurück und übernahm die Buchhandlung seines Vaters in der Königstraße 10, um gemeinsam mit seiner Frau Erika das Geschäft zur führenden Buch- und Schreibwarenhandlung in Gütersloh auszubauen. 1978 führte er als einer der ersten Buchhändler in Deutschland eine elektronische Warenwirtschaft ein. Auszeichnung mit goldener Ehrennadel Im Jahr 1996 stieg sein Sohn Folkert Roggenkamp in die Buchhandlung Osthus ein und übernahm im Jahr 2000 die Geschäftsführung. Im Jahr 2006 erhielt Friedrich Roggenkamp die höchste Auszeichnung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, die goldene Ehrennadel. Seine Liebe galt den Büchern, der Kunst und ganz besonders der klassischen und der Kirchenmusik. Zeit seines Lebens war Friedrich Roggenkamp in ehrenamtlichen Tätigkeiten engagiert, für die Stadt Gütersloh unter anderem im Jugendkulturring. Auch für den Neubau des Theaters setzte er sich ein, er förderte den Bachchor Gütersloh sowie zahlreiche andere kulturelle Institutionen. In der evangelischen Kirchengemeinde war der überzeugte Christ über mehrere Amtszeiten hinweg als Presbyter sowie in verschiedenen Fachausschüssen tätig. Darüber hinaus war er in der Gütersloher Werbegemeinschaft wie im Gütersloher Einzelhandelsverband tätig. Friedrich Roggenkamp hinterlässt neben seiner Frau vier Kinder und zehn Enkel. Die Trauerfeier ist am Montag, 27. März, um 11 Uhr in der Apostelkirche, anschließend findet die Beisetzung auf dem Stadtfriedhof statt.

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