Symbolfoto. - © dpa
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Gütersloh An mehreren Stellen soll neuer Wohnraum in Gütersloh entstehen

Planungsausschuss: Für die Sitzung in der kommenden Woche liegt unter anderem ein Gemeinschaftsantrag von fünf Fraktionen vor. In einem Fall pocht die BfGT auf eine abgespeckte Lösung

Rainer Holzkamp

Gütersloh. Mit einer Reihe von neuen Wohngebieten befasst sich der Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag kommender Woche. Es geht dabei sowohl um schon länger diskutierte Vorhaben als auch um neue Projekte. Sundernstraße: Ein frischer Gemeinschaftsantrag von BfGT, CDU, Grünen, SPD und UWG sieht beispielsweise den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan südlich der Sundernstraße vor. Da ein großes Entwicklungsinteresse des Eigentümers der beiden betroffenen Flurstücke bestehe, könnte hier in absehbarer Zeit neue Wohnbaufläche geschaffen werden. Vordringlich gehe es darum, das Angebot an kleinteiligen und bezahlbaren Wohnungen zu verbessern. Um eine gute soziale Durchmischung zu gewährleisten, solle aber auch der Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern möglich sein. Eine Zahl der möglichen Wohneinheiten wurde nicht genannt. Ahornallee: Um 160 bis 200 neue Wohneinheiten geht es beim Rahmenplan "Ahornallee/Surenhofsweg". Dieser Plan ist ein Resultat der von der Verwaltung Anfang vorigen Jahres gestarteten "Offensive bezahlbarer Wohnraum". Nach deren Bekanntwerden hatten im Fall Ahornallee die Grundstückeigentümer die Absicht bekundet, eine Gesellschaft zu gründen, die für die Entwicklung und die Bebauung der 13,5 Hektar großen Fläche zuständig sein soll. Der daraufhin in Auftrag gegebene Rahmenplan ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass für die Bebauung lediglich 6,5 Hektar in Frage kommen, da auf eine Waldfläche sowie die vorhandene Höchstspannungsleitung Rücksicht genommen werden müsse. Laut Verwaltung sollen von den künftigen Wohneinheiten mindestens ein Drittel als öffentlich geförderter Wohnungsbau umgesetzt werden. Zudem ist der Bau einer neuen Kita mit fünf Gruppen erforderlich. Auf dem Stempel: Endgültig auf den Weg gebracht werden soll der umstrittene Bebauungsplan "Auf dem Stempel/Im Fenne". Laut Entwurf sollen auf dem Areal in Pavenstädt 150 neue Wohnungen entstehen. Die BfGT hat jetzt beantragt, die Zahl auf maximal 100 Einheiten zu begrenzen. Die Pavenstädter Bürger hätten sich sehr deutlich gegen die Dichte der Bebauung ausgesprochen, heißt es zur Begründung. Ebenso kritisch wird die durch Staffelgeschosse aufgestockte Bauweise gesehen. Ferner fordert die BfGT eine auf 30 Meter begrenzte Bautiefe an der Straße Auf dem Stempel und eine "ausreichende Anzahl von Stellplätzen im öffentlichen Raum". Der Planungsausschuss, der sich zudem mit einer kleineren Baufläche an der Weserstraße befasst, beginnt ausnahmsweise um 16 Uhr.

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