Der Stadt Gütersloh wird es entgegen aller Ankündigungen doch nicht gelingen, die Sporthalle Nord bis Ende des Jahres als Flüchtlingsunterkunft aufzulösen. - © picture alliance / dpa
Der Stadt Gütersloh wird es entgegen aller Ankündigungen doch nicht gelingen, die Sporthalle Nord bis Ende des Jahres als Flüchtlingsunterkunft aufzulösen. | © picture alliance / dpa

Gütersloh Flüchtlinge: Gütersloh löst letzte Turnhallen-Unterkunft Ende Januar auf

Die Verlängerung sei in Absprache mit den Schulen erfolgt

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Der Stadt Gütersloh wird es entgegen aller Ankündigungen doch nicht gelingen, die Sporthalle Nord bis Ende des Jahres als Flüchtlingsunterkunft aufzulösen. Voraussichtlich sei das erst Ende Januar der Fall, sagte Sozialdezernent Joachim Martensmeier. Die Verlängerung sei in Absprache mit den Schulen erfolgt. Für die Schulen im Gütersloher Norden sei der Verzug um einige Wochen nicht weiter tragisch; für sie sei entscheidend, die Halle mit Beginn des neuen Schulhalbjahres wieder für den Sportunterricht nutzen zu können. Ob das bereits direkt Anfang Februar möglich ist, hänge freilich vom Zustand der Halle ab. „Wir müssen abwarten, inwieweit Reparaturen, Maler- oder andere Arbeiten notwendig sind", sagte Martensmeier. Im Detail lasse sich das noch nicht absehen. Die Halle Nord an der Ahornallee war im Dezember 2015 die erste Turnhalle, die die Stadt als Flüchtlingsunterkunft genutzt hatte; die Hallen Spexard und Friedrichsdorf hatte das Land in Beschlag genommen. Die Spexarder Halle, nach Rückgabe durch das Land ebenfalls als städtische Unterkunft genutzt, ist wieder frei; sie geht in diesen Tagen an den SV Spexard zurück. Die Vereinsmitglieder packen bei der Wiederherrichtung kräftig mit an. Die Halle Nord ist dagegen noch mit 48 Flüchtlingen belegt. Entlastung schafft in Kürze die Siedlung Parsevalstraße gegenüber vom Flughafen an der Marienfelder Straße. Die ersten zehn Häuser sind nach Angaben der Stadt hergerichtet und kurzfristig bezugsfertig. Rund 50 bis 60 Flüchtlinge können darin untergebracht werden. Sind auch die übrigen Wohnungen in der Parsevalstraße hergerichtet – insgesamt sind es 54 –, können nach Vorstellungen der Stadt bis zu 250 Flüchtlinge neben der ehemaligen Kaserne wohnen. An der Holzheide, einer weiteren Unterkunft, sind derweil Schwedenhäuser im Bau. Mitte Januar sind laut Martensmeier die ersten 30 Plätze bezugsfertig. Aktuell leben 1.043 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften.

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