Elmas Stevens (Baum Consult/ l.) und Mario Rustemeier (Stadtwerke Gütersloh) - © Ingo Kalischek
Elmas Stevens (Baum Consult/ l.) und Mario Rustemeier (Stadtwerke Gütersloh) | © Ingo Kalischek

Gütersloh Wie Gütersloher Betriebe die Umwelt schonen und dabei Geld sparen

Sie beteiligen sich ein Jahr lang am Projekt Ökoprofit

Ingo Kalischek

Gütersloh. Schon Kinder wissen: Wer das Haus verlässt, macht das Licht aus und dreht die Heizung runter. Das schont die Umwelt und spart Geld. Was für den Einzelnen gilt, ist für ganze Betriebe umso wichtiger. Bis zu 40.000 Euro kann ein Unternehmen durch Energiemaßnahmen jährlich sparen. Das sagt zumindest Elmar Stevens. Er ist Energieberater beim Unternehmen Baum Consult. Mit dem Projekt Ökoprofit gingen Stevens und seine Kollegen bereits in 100 Bielefelder Betriebe, um Einsparpotenziale unter die Lupe zu nehmen. Jetzt sind erstmals auch sechs Unternehmen aus Gütersloh mit im Boot. Ein Jahr lang werden die Experten in den Betrieben Tipps und Anregungen geben, wie sie Ressourcen einsparen und Abfall verringern können. Das ist laut Stevens meist ganz einfach: "Oft laufen Lüftungen zu lange, Heizungspumpen arbeiten im Sommer und Licht brennt, obwohl das gar nicht nötig ist." An dieser Stelle setze das Projekt Ökoprofit an. "Die Betriebe schaffen es so, 20 Prozent in den Bereichen Wasser, Energie und Licht einzusparen", sagt Stevens. Dafür seien oft keinerlei Investitionen nötig. In Bielefeld ist das Projekt bereits seit mehr als zwölf Jahren am Start. In NRW haben sich bis heute 1.900 Betriebe beteiligt - nun auch aus Gütersloh. Mit dabei sind Nutzfahrzeuge Schliephake, dcp, das Gütersloher Wertstoffzentrum, Maas Natur, Metallbau Helmut Blomberg sowie die Stadtwerke. Ökoprofit richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen. Gefördert wird das Projekt vom Land NRW. In Bielefeld haben die teilnehmenden Betriebe seit 2002 insgesamt 2.650 Tonnen Abfall und 16.250 Tonnen Kohlenstoffdioxid gespart. Pro Jahr sparen sie gemeinsam 5,5 Millionen Euro. Die einmalige Investition lag insgesamt bei 11,3 Millionen Euro. In Herford konnten indes in diesem Jahr keine Interessenten für das Projekt gewonnen werden. Mehr Informationen gibt es bei Helmut Hentschel, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Gütersloh, unter Tel. (0 52 41) 82 21 29.

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