Der Stadtteil Blankenhagen soll aufgewertet werden - © Henrik Martinschledde
Der Stadtteil Blankenhagen soll aufgewertet werden | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Gütersloher Stadtteil Blankenhagen soll enorm aufgewertet werden

EU, Bund, Länder und die Stadt wollen bis zum Jahr 2022 zusammen 6,5 Millionen Euro in den den Stadtteil pumpen - ein Großteil davon fließt in ein Bürgerhaus

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Die Pläne für die Aufwertung Blankenhagens werden konkret. In den kommenden sechs Jahren sollen 6,5 Millionen Euro in den Stadtteil fließen. So steht es im Integrierten Handlungskonzept (IHK), das nun vorliegt. Das Konzept hat 117 Seiten. Entwickelt, im Auftrag der Stadt, hat es die „Planungsgruppe Stadtbüro" aus Dortmund. Es sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, größte ist die Errichtung eines Bürgerhauses von 2018 bis 2020; allein dafür sind 2,16 Mio. geplant. Insgesamt stehen in der „Kosten- und Finanzierungsübersicht" 19 Posten. Die Stadt schreibt zwar, bei den dort genannten Zahlen handele es sich nur um einen groben Kostenrahmen, allerdings traut sie sich bereits, eine erste Schätzung abzugeben, wie hoch der eigene, städtische Beitrag ist: 2,5 Millionen Euro. Den großen Rest finanzieren Europäische Union, Bund und Land, wobei der EU-Sozialfonds den Löwenanteil ausmacht. Was steht auf der Liste? Unter anderem die Erweiterung der Kita Langertsweg: Sie ist für 2017 mit 780.000 Euro veranschlagt (plus 80.000 für den Spielplatz). Die geplante neue Kita in der Blankenhagen School (2017 bis 2018) soll 760.000 Euro kosten, plus 500.000 Euro für die Neugestaltung der Freifläche. 80.000 Euro fließen in den Spielplatz Spiekergarten, die gleiche Summe in den Hof der Grundschule. Für 150.000 Euro soll das Umfeld des Sportplatzes des SC Blankenhagen aufgewertet, für 200.000 Euro sollen die Fußwegverbindungen verschönert werden; 66.000 Euro sind für die Fahrradwerkstatt im Bürgerzentrum Lukas aufgeführt. Über einen Zeitraum von vier Jahren (2018 bis 2022) sollen Gebäudefassaden und private Freiflächen aufgewertet werden: 1,13 Millionen Euro schlagen dafür zu Buche, die Hälfte davon entfallen auf private Geldgeber. Das meiste also ist Stadtbau – doch nicht nur. So ist auch die Rede von einem „Stadtteilmanagement" – ein 180.000 Euro kostender Posten, der ausgeschrieben werden muss – sowie einem „Fördermanagement" – ein mit gleicher Summe veranschlagter Posten, der wichtig ist, um die Förderanträge und das Controlling im Blick zu haben. Auch in die Image- und Öffentlichkeitsarbeit soll Geld fließen. Am Donnerstag kommender Woche befassen sich die Fraktionen im Planungsausschuss mit dem Bündel.

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