Spitzel mit Fotoapparat: Die Stasi hielt 1986 eine Journalistenreise mit der Gütersloher SPD-Bundestagsabgeordneten Katrin Fuchs nach Potsdam in einer Fotodokumentation fest. Auf dem Foto oben rechts hat sich Katrin Fuchs als fünfte Person von rechts (schwarzer Mantel, weißer Schal) wiedererkannt - © Jens Ostrowski/BSTU
Spitzel mit Fotoapparat: Die Stasi hielt 1986 eine Journalistenreise mit der Gütersloher SPD-Bundestagsabgeordneten Katrin Fuchs nach Potsdam in einer Fotodokumentation fest. Auf dem Foto oben rechts hat sich Katrin Fuchs als fünfte Person von rechts (schwarzer Mantel, weißer Schal) wiedererkannt | © Jens Ostrowski/BSTU

Kreis Gütersloh Diese Gütersloher Politiker und Journalisten wurden von der Stasi beobachtet

Die Staatssicherheit betrieb großen Aufwand, um Westpolitiker auf DDR-Besuch rund um die Uhr zu kontrollieren

Kreis Gütersloh. Wenn Politiker oder Journalisten aus der Bundesrepublik damals in die DDR einreisen, schrillen bei der Stasi die Alarmglocken. Die Sorge vor staatsfeindlichen Handlungen ist groß. Manche DDR-Bürger wie Regimekritiker oder Ausreiseantragsteller werden für den Zeitraum solcher Besuche unter Arrest gestellt, um zu verhindern, dass sie Westpolitiker um Hilfe bitten. Aber die Stasi fürchtet auch "staatsfeindliche Handlungen" durch die Besucher. Die Kräfte der Hauptabteilung VIII, Spezialisten für Beobachtungen und Ermittlungen, werden daher auch auf Journalisten und Politiker aus dem Kreis Gütersloh angesetzt. Konspirativ soll festgehalten werden, mit welchen Personen die Besucher Kontakt aufnehmen, besonders wenn es sich um "Kräfte aus dem politischen Untergrund" handelt. Die Spitzel sollen Verhaltensweisen, Adressen, Orte und Handlungsweisen dokumentieren...

realisiert durch evolver group