Nehmen das Notstromaggregat in Betrieb: Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg (v. l.), der Technische Leiter Michael Fischer und Hubert Seidel, Mitarbeiter der technischen Abteilung des Hospitals. - © Krankenhaus
Nehmen das Notstromaggregat in Betrieb: Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg (v. l.), der Technische Leiter Michael Fischer und Hubert Seidel, Mitarbeiter der technischen Abteilung des Hospitals. | © Krankenhaus

Gütersloh Neues Blockheizkraftwerk für das Gütersloher Krankenhaus

Mit der Millioneninvestition will das Krankenhaus künftig viel Geld sparen

Gütersloh. Mit schwerem Gerät ist ein neues, fast sieben Tonnen schweres Blockheizkraftwerk am St.-Elisabeth-Hospital angeliefert worden. Ein Kran hat es an seinen Platz gehievt. Es ersetzt die 33 Jahre alten defekten Module. Als „ökologisch und zugleich ökonomisch" beschreibt Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg die mehr als eine Millionen Euro teure Investition des Krankenhauses. „Sie hilft uns, die hohe Fixkostenbelastung, die der 24-Stunden-Betrieb eines Krankenhauses mit sich bringt, besser zu verkraften", erklärt Pantenburg. Heizungswärme, Warmwasser und Strom: Das Gütersloher Hospital deckt in Zukunft wieder einen Teil seines Bedarfs über ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW) ab. Das umweltfreundliche BHKW steht für Effizienz: Bei der sicheren, ökologischen und effizienten Strom- und Wärmeerzeugung durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung wird die Abwärme eines Motors gezielt für Heizungswärme und Warmwasser genutzt, während der gleichzeitig erzeugte Strom ins klinikeigene Netz eingespeist wird. Die neue Anlage ermögliche im Vergleich zur separaten Erzeugung von Strom und Wärme „eine deutlich bessere Ausnutzung der eingesetzten Energie", heißt es in einer Mitteilung des St.-Elisabeth-Hospitals. „Jede im eigenen Blockheizkraftwerk produzierte Kilowattstunde sorgt in Zeiten stetig steigender Energiekosten für Einsparungen, so dass sich die Investition bereits nach wenigen Jahren bezahlt macht", erklärt der Technische Leiter des Krankenhauses und Ingenieur Michael Fischer. Vor allem für Krankenhäuser, die 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag Betrieb haben, erwiesen sich die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen als überaus effizient. Es könnten Laufzeiten von mehr als 6.000 Stunden erreicht werden, so Fischer über die technischen Details der Anlage. Insgesamt ist die Stromversorgung des St.-Elisabeth-Hospitals über drei Netze sichergestellt: Eine Säule dabei ist die Allgemeinversorgung durch einen öffentlichen Energieversorger. Die zweite Säule wird durch ein Notstrom-Dieselaggregat sichergestellt, das ein autonomes Sicherheitsnetz des Operationsbereichs, der Ambulanz, der Intensivstation sowie des Zentrallabors und des Kreißsaals versorgt. Die dritte Säule stellt das nun erneuerte BHKW dar, das zusätzlich zur Grundversorgung einen Großteil des Krankenhauses quasi autonom mit Strom und Wärme versorgt. Im Zusammenhang mit der Modernisierung ist der Mitteilung zufolge auch die zentrale Warmwasserversorgung an den aktuellen Stand der Technik angepasst worden. Die Warmwasservorhaltung und Erwärmung beruhte demnach bislang auf Patientenzahlen von vor 30 Jahren. Mittlerweile aber habe sich die Verweildauer der Patienten drastisch verkürzt, was unmittelbar Einfluss auf den Wasserverbrauch hat. „Durch die Dezentralisierung wurden die Versorgungswege deutlich gekürzt, wodurch nicht nur enorme Kosten gespart, sondern auch deutlich höhere Hygienestandards erzielt werden", heißt es in der Mitteilung des St.-Elisabeth-Hospitals.

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