Im Frühjahr wurde eine Leiharbeiterin wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Aussetzung zu vier Jahren Haft verurteilt. - © dpa
Im Frühjahr wurde eine Leiharbeiterin wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Aussetzung zu vier Jahren Haft verurteilt. | © dpa

Gütersloh Gütersloher Findelkind-Prozess muss neu aufgerollt werden

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen die Mutter in Teilen aufgehoben

Gütersloh. Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass die rumänische Leiharbeiterin Mihaela C. ihren Sohn in einem Neubau zur Welt und anschließend in Plastiktüten gewickelt in einem Gebüsch am Rande des Media-Markt-Parkplatzes abgelegt hat. Im Frühjahr wurde die 39-Jährige wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Aussetzung zu vier Jahren Haft verurteilt. Trotz der beachtlichen Zeitabläufe ist der Fall juristisch noch immer nicht endgültig abgeschlossen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun das Urteil, das die zehnte Strafkammer am Landgericht Bielefeld unter dem Vorsitz der inzwischen pensionierten Richterin Jutta Albert am 8. April fällte, aufgehoben – zumindest in Teilen. Die tateinheitliche Verurteilung wegen Aussetzung hielt der rechtlichen Überprüfung des vierten Strafsenats am BGH nicht stand...

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