Mitmachen lohnt sich: Jan Krane, Jannika Kuckelt (1. und 2. v. l.), Tobias Becker und Noah Kahmen (v. r.) haben bereits gute Erfahrungen mit dem Projekt "Juniorwahl" gesammelt. Das freut (v. l.) Agnes Bröckling-Kuron (Stadt Gütersloh), Lehrerin Annika Wehmeier, Birgit Wollenberg (Stadt Gütersloh), Schulleiter Dr. Siegfried Bethlehem, Lehrerin Kathrin Mix und Bürgermeister Henning Schulz. - © GPR
Mitmachen lohnt sich: Jan Krane, Jannika Kuckelt (1. und 2. v. l.), Tobias Becker und Noah Kahmen (v. r.) haben bereits gute Erfahrungen mit dem Projekt "Juniorwahl" gesammelt. Das freut (v. l.) Agnes Bröckling-Kuron (Stadt Gütersloh), Lehrerin Annika Wehmeier, Birgit Wollenberg (Stadt Gütersloh), Schulleiter Dr. Siegfried Bethlehem, Lehrerin Kathrin Mix und Bürgermeister Henning Schulz. | © GPR

Gütersloh Berliner Verein möchte Schüler auf Landtagswahl vorbereiten

Damit viele Schulen davon profitieren können, ist Unterstützung notwendig

Wahlverfahren und politische Themen nachvollziehen, eine eigene Meinung entwickeln, die Wahl an sich als wichtigen Grundsatz einer funktionierenden Demokratie verstehen lernen, die eigene Stimme abgeben: Die verantwortungsvolle Teilnahme an einer Wahl ist gar nicht so einfach. Vor allem dann nicht, wenn man als junger Mensch zum ersten Mal dazu berechtigt ist. Um Jugendliche früh an alles rund um das Thema "Wahl" heranzuführen, hat das Wahlamt der Stadt vor den NRW-Landtagswahlen 2017 das Projekt "Juniorwahl" für Gütersloher Schulen initiiert. "Wir möchten den jungen Menschen politische Bildung ermöglichen, ihr Interesse wecken und sie gleichzeitig zu politischem Engagement motivieren", nennt Agnes Bröckling-Kuron vom Wahlamt wichtige Beweggründe. Partner ist dabei der gemeinnützige und überparteiliche Verein Kumulus e. V. Berlin, der das Projekt bereits seit 1999 zu verschiedensten Wahlen bundesweit anbietet und Unterrichts- sowie Wahlmaterialien zur Verfügung stellt. "Wählen ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe", betont Bürgermeister Henning Schulz, der die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen hat. "Ich hätte mir in meiner Schulzeit gewünscht, Unterricht zu haben, in dem diese Inhalte so intensiv thematisiert werden." Unter dem Motto "Junges Gütersloh geht wählen!" macht das städtische Wahlamt das Konzept derzeit an allen weiterführenden Schulen bekannt und hofft auf deren rege Beteiligung. "Einen konkreten Anmeldeschluss gibt es nicht", betont Birgit Wollenberg vom Wahlamt, empfiehlt aber, dass sich interessierte Schulen frühzeitig, also noch im laufenden ersten Schul-Halbjahr, beim Verein Kumulus anmelden. Grundsätzlich können alle Schüler ab der siebten Jahrgangsstufe an dem Projekt "Juniorwahl" teilnehmen, ein Schwerpunkt wird jedoch auf die Klassen 9 und 10 gelegt. "Wir haben den Anspruch, jeder Gütersloher Schule die Teilnahme am Junior-Wahl-Projekt finanziell zu ermöglichen", sagt Agnes Bröckling-Kuron. Und so wirbt das Wahlamt um Sponsoren, die die Kosten in Höhe von rund 300 Euro pro teilnehmender Schule übernehmen möchten. Dass man als junger Mensch in besonderer Weise von der Teilnahme profitiert, finden auch die Schüler Noah Kahmen, Jannika Kuckelt, Jan Krane und Tobias Becker. Sie besuchen das Städtische Gymnasium und haben bereits vor zwei Jahren bei der Juniorwahl zur Europawahl mitgemacht. "Durch das Projekt hat sich die Sicht auf Politik verändert, ich habe angefangen mich dafür zu interessieren und auch auf die Politik in anderen Ländern zu schauen", sagt Schülersprecher Noah Kahmen. Und Jannika Kuckelt fügt hinzu: "Ich glaube, dass es für mich schwieriger gewesen wäre, wenn ich nicht im Rahmen des Projektes vorab auf den Ablauf einer Wahl vorbereitet worden wäre." Höhepunkt des Projekts ist die Durchführung einer realitätsnahen Wahl in zeitlicher Nähe zur Landtagswahl im Mai.

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