Die Anwohner – und nun auch eine Kita – stemmen sich gegen den Bau der Anlagen. - © Patrick Menzel
Die Anwohner – und nun auch eine Kita – stemmen sich gegen den Bau der Anlagen. | © Patrick Menzel

Gütersloh Gütersloher Kita ist gegen Windräder im Rhedaer Forst

Anwohner und Kinderzentrum haben mittlerweile 800 Unterschriften gesammelt

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Der Widerstand gegen den Bau der drei Windräder im Rhedaer Forst nimmt zu. Das Internationale Kinderzentrum in der Feldstraße erklärte gestern, sich dem Protest der Anwohner angeschlossen zu haben. Mittlerweile seien mehr als 800 Unterschriften gegen den Bau der Anlagen gesammelt worden. Die Unterschriften würden am Montag, 31. Oktober, Bürgermeister Henning Schulz überreicht. Bis dahin werde weiter gesammelt. Zuletzt hatte auch die Nachbarstadt Rheda-Wiedenbrück, gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz von Gütersloh gebeten, ihr gemeindliches Einvernehmen zur Änderung des Flächennutzungsplanes zu erteilen, die Räder abgelehnt. Das Internationale Kinderzentrum sagte, der Rhedaer Forst werde seit Jahren als Gebiet für die Waldtage der vierjährigen Kinder aus der Kita Feldstraße genutzt. „Sie genießen dieses wunderbare Gebiet, um zu forschen, zu lernen, zu spielen und die Natur zu erleben", sagte Erzieherin Monika Venjakob. Einmal im Monat sei das der Fall. Für die Kinder sei der Besuch im Rhedaer Forst eine Möglichkeit, besondere Naturerfahrungen zu sammeln. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Eltern und Kinder der Kita sprächen sich daher gegen die Windräder aus. Venjakob sagte, auch andere Kitas bezögen ihrer Kenntnis nach den Rhedaer Forst in ihre Erziehungsarbeit mit ein. Mit dem Bau der Windkraftanlagen, für 2017 geplant, werde vielen Gütersloher Bürgern eine wichtige Naherholungsfläche genommen. „Zu jeder Tageszeit sieht man hier Kinder spielen oder Menschen mit ihren Hunden spazieren gehen." Der Bau der Windräder in dem unberührten Gebiet, das von Fledermäusen stark besiedelt sei, schädige die Gesundheit der Menschen und wäre eine Umweltsünde. Wie berichtet, sollen die Räder nahe der Emser Landstraße stehen. Die Rotoren sollen 170 Meter hoch sein, bei einer Nabenhöhe von 110 Metern. Bauen will sie eine Projektgesellschaft der Stadtwerke Gütersloh, der weitere Partner angehören; das Investitionsvolumen geben sie mit zwölf Millionen Euro an.

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