Stammt ursprünglich aus Kleinasien: Die Esskastanie, hier im Botanischen Garten. - © Toman
Stammt ursprünglich aus Kleinasien: Die Esskastanie, hier im Botanischen Garten. | © Toman

Gütersloh Gütersloh: Kastanienmus zum Frühstück

Querbeet (32): Bis ins 18. Jahrhundert waren Maronen in Südeuropa für viele Menschen das Hauptnahrungsmittel - jetzt feiern sie ein Comeback

Gütersloh. Von Rosskastanien müssen wir uns wohl in Westfalen mittelfristig verabschieden – ein Bakterium macht ihnen den Garaus. Des einen Leid ist des anderen Verbreitungschance: Esskastanien könnten uns demnächst im Stadtbild häufiger begegnen. Wer sich jetzt schon an den Baum gewöhnen möchte, wird im Botanischen Garten fündig. Woher stammt der Name? Das Wort „Kastanie" stammt von den alten Römern („castanea"), die es von den noch älteren Griechen haben („kástana"), die es in Kleinasien aufgeschnappt hatten (armenisch „kask"). „Esskastanie" heißt die Art, weil ihre Früchte im Unterschied zu denen der Rosskastanie essbar sind. Im frühen Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert waren Maronen und Kastanien vor allem in Südeuropa für zahlreiche Menschen ein wichtiges, manchmal gar das Hauptnahrungsmittel. Heute gelten sie als Delikatessen...

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