Photovoltaik: Viele Dächer der städtischen Schulen sind bereits mit Modulen bestückt. - © Patrick Menzel
Photovoltaik: Viele Dächer der städtischen Schulen sind bereits mit Modulen bestückt. | © Patrick Menzel

Gütersloh Weitere Solaranlagen auf Schuldächern geplant

Investition: 250.000 Euro sollen in den Haushalt eingestellt werden

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Die Stadt will auf den Dächern von drei Schulen weitere Photovoltaik-Anlagen installieren. Es handelt sich um das Städtische Gymnasium, die Janusz-Korczak-Schule und das Schulzentrum Ost. Die Anlagen sollen vorwiegend den Eigenbedarf der Schulen decken, sagte der städtische Klimaschutzmanager Helmut Hentschel. Als voraussichtliche Investitionskosten würden 250.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Hentschel gab die Leistung der drei Anlagen mit jeweils 60 bis 80 KW an, insgesamt also rund 200 KW. Das reiche aus, um zwischen zehn und zwanzig Prozent des Strombedarfes der jeweiligen Liegenschaften abzudecken. Derzeit liefen die Planungen, noch in diesem Jahr solle die Ausschreibung erfolgen. Die Inbetriebnahme sei für 2017 vorgesehen. Viele Dächer der städtischen Schulen sind bereits mit PV-Anlagen bestückt, oft betrieben von den jeweiligen Fördervereinen. Allein beim Städtischen Gymnasium gibt es drei. Die jüngste dort wurde 2011 auf dem Flachdach des Mensa-Neubaus errichtet; finanziert über Darlehen, Sponsoren und einem Sponsorenlauf soll sie, sobald sie das Amortisationsstadium erreicht hat, die Mediothek mitfinanzieren und somit das Schulbudget entlasten. Solaranlagen finden sich ferner auch auf den Dächern der Anne-Frank-Schule (dort gibt es einen Solarenergie-Förderverein), auf der Janusz-Korczak-Schule (betrieben von der Umweltstiftung Gütersloh) und vielen weiteren Schulen. Die Fördervereine haben die Anlagen teils schon vor zehn, fünfzehn Jahren als langfristige, verlässliche Geldquelle für die Unterstützung der Schulen erkannt. Hentschel sagte, die Dächer mit Südausrichtung seien inzwischen weitgehend vergeben. Doch auch Flachdächer und nach Osten oder Westen geneigte Dächer könnten lukrativ sein. Außerdem gebe es immer wieder Neubauten, die in Frage kämen. Das Thema bleibe aktuell.

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