Unschuldig? Jens S. will mit dem gewaltsamen Tod seiner Bekannten nichts zu tun haben. In beiden Prozessen hatte er seine Unschuld beteuert. Für eine Überraschung sorgte er am allerersten Verhandlungstag, als er den Gerichtssaal mit einem Zettel in der Hand betrat. - © Patrick Menzel
Unschuldig? Jens S. will mit dem gewaltsamen Tod seiner Bekannten nichts zu tun haben. In beiden Prozessen hatte er seine Unschuld beteuert. Für eine Überraschung sorgte er am allerersten Verhandlungstag, als er den Gerichtssaal mit einem Zettel in der Hand betrat. | © Patrick Menzel

Gütersloh Brisantes Detail im Urteil zum Doppelmord von Gütersloh

Das schriftliche Urteil im Fall des Doppelmordes an Helgard G. und Hartmut S. liegt vor / Kammer sieht den Bekannten des Verurteilten als Drahtzieher der Tat

Gütersloh. Heiligabend 2013: Eine ehemalige Ärztin, die im Esszimmer ihres eigenen Hauses mit zehn Messerstichen buchstäblich niedergemetzelt wird. Ein pensionierter Studienrat, der seiner Schwester zur Hilfe eilt und ebenfalls brutal erstochen wird. Der gewaltsame Tod von Helgard G. (74) und Hartmut S. (77) sorgte bundesweit für großes Entsetzen. Die beiden Prozesse gegen einen Bekannten der Geschwister lösten Besucheranstürme am Landgericht Bielefeld aus. Jetzt, gut sechs Wochen nachdem die Erste große Strafkammer Jens S. (31) im Revisionsverfahren zu 13 Jahren Haft verurteilt hat, liegt die schriftliche Urteilsbegründung vor. Auf 52 DIN A4-Seiten legt die Kammer unter Vorsitz von Richter Wolfgang Korte ausführlich dar, warum sie den Verler des Totschlags in zwei Fällen für schuldig hält. Damit kann schließlich das formale Verfahren der Revision, die S...

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