Symbolfoto. - © Pixabay
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Kreis Gütersloh Schutz vor sexuellem Missbrauch

Hilfsangebot: Die Fälle aus Mainz und Harsewinkel beschäftigen die Öffentlichkeit

Ludger Osterkamp

Kreis Gütersloh. Das Schicksal der 14-jährigen Susanna aus Mainz und einer 14-Jährigen aus Harsewinkel, die offenbar Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, hat in diesen Tagen viele Menschen berührt. Wer wissen will, wie man sein Kind vor sexuellem Missbrauch schützt, kann unter anderem auf Informationsmaterial der Aktion Jugendschutz (AJS) zugreifen. Darauf hat Gisbert Brauckmann von der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst beim Kreis Gütersloh hingewiesen. Die AJS ist eine landesweit tätige Fachstelle zur Förderung des erzieherischen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes. Sie bietet Infos über die Hintergründe sexuellen Missbrauchs, Täterstrategien und Vorbeugungsmöglichkeiten. Viele Broschüren sind auf der Homepage der AJS NRW als Download verfügbar. Für Kinder und Jugendliche, die sexuellen Missbrauch erleben, erlebt haben oder davon bedroht sind, ist im Kreis Gütersloh die Anlauf- und Beratungsstelle „Wendepunkt" tätig. Vor 22 Jahren gegründet, haben deren Beratungszahlen zugenommen. Verzeichnete sie anfangs rund 100 Beratungen pro Jahr, waren es zuletzt 236 Jungen und Mädchen; davon entfielen 42 Fälle auf die Altersgruppe 12 bis 15 Jahre und 49 Fälle auf die Gruppe 15 bis 18 Jahre. Vor dem einfachen Rückschluss auf eine höhere Zahl an Delikten wird jedoch gewarnt; der Anstieg sei auch auf eine höhere Sensibilität für das Thema zurückzuführen. Allerdings sei die Dunkelziffer noch immer hoch.

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