6.000 Wohnungen fehlen: Die Nachfrage nach neuem und bezahlbarem Wohnraum bleibt auf lange Sicht hoch. - © Patrick Menzel
6.000 Wohnungen fehlen: Die Nachfrage nach neuem und bezahlbarem Wohnraum bleibt auf lange Sicht hoch. | © Patrick Menzel

Gütersloh Ärger – Stadtverwaltung legt Papier zur Wohnraumentwicklung nicht vor

Das Konzept ist noch nicht fertig

Jeanette Salzmann

Gütersloh. Eigentlich sollte es schon auf dem Tisch liegen, das Konzept der Stadtverwaltung zur Wohnraumentwicklung in Gütersloh. An dem Papier wird seit vielen Monaten gearbeitet. Aber der Zeitplan wankt. Die erste Folge: weil die Vorlage nicht erstellt ist, sieht sich der Vorsitzende des Sozialausschusses, Volker Richter, gezwungen, die nächste Sitzung am 21. Juni abzusagen. Planmäßig wäre es eine Schwerpunktsitzung zum Thema „Wohnraum" gewesen. „Eine gewisse Enttäuschung hierüber kann und möchte ich nicht verhehlen", bezieht Richter Stellung. „Es handelt sich dabei zweifelsohne um ein sehr wichtiges Thema mit ganz vielen Facetten wie etwa bezahlbarer Wohnraum, Wohnraummangel und vieles mehr." Hieraus ergebe sich eine unbedingte Notwendigkeit auch für den Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren, sich mit dem Thema zu befassen. Die Entwicklung der Wohnraumsituation in Gütersloh ist dringlich, denn die Nachfrage nach neuem Wohnraum bleibt auf lange Sicht hoch. Bis zum Jahr 2035 werden zwischen 6.000 und 7.200 zusätzliche Wohnungen erforderlich. Das geht aus einer Untersuchung des Unternehmens empirica (Berlin, Bonn) hervor, das von der Stadt mit einer kursorischen Einschätzung des Wohnungsbedarfs beauftragt worden war. Fertigstellung der Vorlage bis September Stadtbaurätin Nina Herrling sagte zu, dass mit der Fertigstellung der Vorlage bis September zu rechnen sei und eine Beratung im Planungsausschuss, im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren und im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen dann erfolgen soll.

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