Wird ab Herbst saniert: Die Spexarder Straße/Sürenheider Straße bekommt auf drei Kilometern Länge eine neue Fahrbahndecke. - © Andreas Frücht
Wird ab Herbst saniert: Die Spexarder Straße/Sürenheider Straße bekommt auf drei Kilometern Länge eine neue Fahrbahndecke. | © Andreas Frücht

Gütersloh/Verl Ab Herbst wird es an der Autobahn 2 mehr Lärmschutz geben

Zeitgleich bekommt die Spexarder Straße eine neue Decke. Das wird für viele Pendler eine harte Zeit

Rainer Holzkamp

Gütersloh/Verl. Aufatmen in Spexard: Noch in diesem Jahr sollen entlang der Autobahn A 2 neue Lärmschutzwände errichtet werden. Es handelt sich um drei Abschnitte mit einer Gesamtlänge von 814 Metern beidseits der Autobahnbrücke Spexarder/Sürenheider Straße entlang der Richtungsfahrbahn Dortmund. Das ist aber noch nicht alles. Ebenfalls ab Herbst wird nach Auskunft des zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW die Spexarder Straße (L787) saniert, und zwar auf dem drei Kilometer langen Abschnitt zwischen der Einmündung Sundernstraße und der Einmündung Isselhorster Straße auf Verler Gebiet. Beide Projekte dauern vermutlich bis ins nächste Jahr. "Das hängt vom Wintereinbruch ab", sagte Behördensprecher Sven Johanning der NW. Wie berichtet, hatte der Bund vor fast genau einem Jahr überraschend zwei Millionen Euro für einen besseren Lärmschutz an der sechsspurigen Autobahn zugesagt. Für den kompletten Austausch der Fahrbahndecke ist laut Straßen NRW eine Vollsperrung unumgänglich Nach jahrzehntelangem Ringen hatte damit kaum noch jemand gerechnet. Nun aber dürfte sich in absehbarer Zeit vor allem für die Bewohner der Spexarder Waldsiedlung die Situation spürbar verbessern. Schon der ebenfalls unerwartete Bau der Schutzwand an der Autobahnauffahrt im Jahr 20126 hat für eine Lärmminderung in der umliegenden Siedlung gesorgt. Hinzukommen jetzt fünf Meter hohe Wände für die Abschnitte bis zur Autobahnbrücke Spexarder/Sürenheider Straße, zwischen der Brücke und der Ausfahrt der Rastanlage Heideplatz und dahinter für ein Teilstück in Richtung Isselhorster Straße. Das Verfahren für die Vergabe der Arbeiten soll laut Johanning in Kürze starten. "Wir warten noch auf grünes Licht aus Berlin." Das Bundesverkehrsministerium müsse zunächst die Leistungsbeschreibung genehmigen, dann könne das Projekt ausgeschrieben werden. Durch die Arbeiten dürfte es keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn geben. Alle drei Fahrstreifen Richtung Dortmund bleiben laut Behörde erhalten. Sie werden lediglich etwas eingeengt. Anders sieht es bei der Sanierung der grenzüberschreitenden Spexarder-, im weiteren Verlauf Sürenheider Straße aus. Für den kompletten Austausch der Fahrbahndecke ist laut Straßen NRW eine Vollsperrung unumgänglich. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits begonnen haben. Jedoch machten Probleme beim Grunderwerb für den Umbau der Kreuzung Am Hüttenbrink eine Umplanung erforderlich. "Wir müssen jetzt mit Stützmauern arbeiten, um den vorhandenen Raum auszunutzen", sagte Johanning. Zugleich wird der Unfallschwerpunkt an dieser Stelle entschärft. So ist statt eines Kreisverkehrs eine Ampel vorgesehen. Außerdem wird vor dem Hintergrund des künftigen Gewerbegebiets am Hüttenbrink eine Linksabbiegespur gebaut. Ursprünglich war von Kosten in Höhe von 800.000 Euro für den Straßenumbau inklusive Ampel die Rede. Ursprünglich stand bei der Bielefelder Niederlassung von Straßen NRW in diesem Jahr nicht die Spexarder Straße, sondern die Verler Straße auf der Agenda. Die oft überlastete Hauptverbindung zwischen Gütersloh und Verl soll auf 2,2 Kilometer Länge von der Autobahn bis zur Varenseller Straße dreispurig umgebaut und um einen Radweg ergänzt werden. Aber auch hier floppte der Grunderwerb, und es mussten neue Pläne her. Das Vorhaben ist aufs nächste Jahr verschoben worden - auch deshalb, weil die Verler Straße als Umleitungsstrecke für die Spexarder Straße dient und umgekehrt. Die zeitliche Verschiebung dort hat eine weitere Verzögerung zur Folge. So kommt der Abschnitt der Verler Straße zwischen der Einmündung Auf der Haar und dem Stadtring Sundern erst im Jahr 2020 an die Reihe. Dabei fragt sich mancher, wie die schwer ramponierte Kreuzung noch so lange durchhalten soll. Eine Auskunft dazu, wann der seit Jahren vorgesehene Umbau der Verler Straße in der Ortsdurchfahrt Spexard realisiert wird, war bei der Stadt gestern nicht zu bekommen.

realisiert durch evolver group