Große Einrichtung: Das Pflichtversorgungsgebiet für das LWL-Klinikum ist der gesamte Kreis Gütersloh. - © Raimund Vornbäumen
Große Einrichtung: Das Pflichtversorgungsgebiet für das LWL-Klinikum ist der gesamte Kreis Gütersloh. | © Raimund Vornbäumen

Gütersloh Die Gütersloher LWL-Klinik bekommt einen neuen Chef

Zugleich ist er für eine ähnliche Einrichtung in Paderborn verantwortlich

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Die Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Gütersloh und Paderborn haben bald einen neuen gemeinsamen Kaufmännischen Direktor. Timo Siebert aus Ascheberg wird zum 1. November Nachfolger des langjährigen Kaufmännischen Direktors Reinhard Loer, der dann in den Ruhestand gehen wird. Das teilte der Landschaftsverband gestern mit. Die Wahl durch die Fraktionen im Gesundheits- und Krankenhausausschuss der Landschaftsversammlung erfolgte bereits im April. Timo Siebert stammt gebürtig aus Kassel und wohnt mit seiner Familie in Ascheberg. Der 39-Jährige ist studierter Volkswirt und war zuletzt Personalleiter der hessischen Vitos Riedstadt gGmbH und der Vitos Heppenheim gGmbH, die in Südhessen mehrere Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie betreiben. Das LWL-Klinikum versorgt rund 16.000 Patienten im Jahr Die Einrichtungen des Vitos-Konzerns, der rund 1.400 Mitarbeiter beschäftigt, sind in Hessen an fast 60 Standorten vertreten. Siebert folgt auf Reinhard Loer, der im vergangenen Jahr angekündigt hatte, in den Ruhestand zu wechseln. Ein erster Anlauf für eine Neubesetzung war 2017 gescheitert - wie es hieß, war der Bewerber aus dem laufenden Verfahren ausgestiegen. Von Loer war jedoch bekannt, dass er seinen Job weitermacht, bis ein geeigneter neuer Geschäftsführer gefunden sei. Loer, 64 Jahre alt, ist seit 19 Jahren der Kaufmännische Direktor des Gütersloher Hauses. Er hatte den Posten von Herbert Voßhenrich übernommen, der die seinerzeit Westfälische Klinik genannte Einrichtung mit dem Ärztlichen Direktor Klaus Dörner radikal umgekrempelt und geöffnet hatte. Später benannte sich das Haus in LWL-Klinik, heute LWL-Klinikum um. Auch Loer hinterlässt viele Spuren: Zu den größten Herausforderungen und Leistungen in seiner Amtszeit gehören unter anderem die Umstrukturierung des LWL-Klinikums zu einem regionalen Versorgungszentrum, der Aufbau des Zentrums für Altersmedizin, die Neubauten für die Allgemeinpsychiatrie und für die Bernhard-Salzmann-Klinik sowie die Generalsanierung der LWL-Klinik Paderborn, wo er 2002 ebenfalls die Leitung übernahm. In Loers Zeit fällt auch eine verstärkte Kooperation mit dem St.-Elisabeth-Hospital sowie der Bau eines Parkdeckes auf dem Gelände. Begleitend war er auch beim Ansiedeln und Wachsen der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB) auf dem Gelände tätig. Das LWL-Klinikum versorgt rund 16.000 Patienten im Jahr.

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