Komplett: Jetzt hat die neue Bushaltestelle Aulenkampsweg an der Kiebitzstraße auch ein Wartehäuschen. Am Dienstag wurde es aufgestellt. Da dort eine Gashochdruckleitung verläuft, darf das Wartehäuschen kein festes Fundament haben. - © Wertkreis
Komplett: Jetzt hat die neue Bushaltestelle Aulenkampsweg an der Kiebitzstraße auch ein Wartehäuschen. Am Dienstag wurde es aufgestellt. Da dort eine Gashochdruckleitung verläuft, darf das Wartehäuschen kein festes Fundament haben. | © Wertkreis

Gütersloh Mitarbeiter des Kiebitzhofes müssen nicht mehr im Regen stehen

Eine spezielle Konstruktion macht's möglich

Anja Hustert

Gütersloh. Die Behinderten werden im Regen stehen gelassen. Das berichtete die NW im Februar über die barrierefrei ausgebaute Bushaltestelle Aulenkampsweg an der Kiebitzstraße. Die schöne neue Haltestelle hatte kein Wartehäuschen. Seit Dienstag steht dort jedoch wieder ein Unterstand, allerdings ein ganz besonderer. "Es handelt sich dabei um eine ,mobile Wartehalle?", erläutert Daniel Timmermann, Vertriebsleiter West des Soester Unternehmens MABEG, das Fahrgastinformationssysteme und Stadtmobiliar plant und entwickelt. Bereits zu Jahresbeginn erläuterte Alfons Buske, Fachbereichleiter Tiefbau bei der Stadt, warum es so schwierig ist, die Haltestelle mit den sonst üblichen Unterständen auszustatten: "Unter der Haltestelle befindet sich eine Gas-Hochdruckleitung. Der Betreiber besteht darauf, dass die Fläche frei bleibt." Normalerweise hat ein Bushäuschen ein Fundament, das unter dem Pflaster liegt. Aber ein Wartehäuschen ohne Fundament, das erschien Alfons Buske angesichts der Stürme in den vergangenen Monaten zu riskant - "denken Sie nur an Friederike". Doch das Soester Unternehmen MABEG konnte diese Sorgen zerstreuen. "Das Gewicht von 2,3 Tonnen erlaubt es, dass man sie einfach so aufstellt", so Timmermann. Die mobilen Wartehallen sind sozusagen sturmerprobt - ein massiver Rahmen aus Stahl macht es möglich. "Dennoch können Sie die Wartehalle im aufgebauten Zustand an den Haken nehmen und auf einen Lkw stellen", so Timmermann. Falls doch einmal Arbeiten an der Gasleitung erforderlich sind. Rund 9.000 Euro kostet das Wartehäuschen nach Aussage der Stadt. Das neue Bushäuschen sorgte beim Kiebitzhof für große Freude. "Wir finden das super", sagte Steffen Gerz, Sprecher des Wertkreises, zu dem auch der Kiebitzhof gehört. Es sei toll für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kiebitzhofes, die nun dort vor Wetter geschützt auf den Bus warten könnten. Auch beim Behinderten-Beirat freut man sich über die Lösung. "Wir haben eine Liste erarbeitet mit Bushaltestellen, die umgestaltet werden müssen", so der Vorsitzende Mesut Can. Das fehlende Bushäuschen Aulenkampsweg habe ganz oben auf der Liste gestanden.

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