Abbruchreif: Die Parkschänke an der Alten Verler Straße wurde 2016 von einem unbekannten Täter angezündet. - © Andreas Frücht
Abbruchreif: Die Parkschänke an der Alten Verler Straße wurde 2016 von einem unbekannten Täter angezündet. | © Andreas Frücht

Gütersloh Nach Brandstiftung: Die Parkschänke wird wohl abgerissen

Eine Renovierung des geschichtsträchtigen Hauses scheint ausgeschlossen, ein Antrag für den Abriss des ehemaligen Gasthauses wurde genehmigt

Benedikt Schülter

Gütersloh. Nicht nur der ehemalige Bockskrug an der Parkstraße wird bald abgerissen. Auch die Zeit der Waldschänke an der Alten Verler Straße scheint abgelaufen zu sein. Die Stadt bestätigte, dass ein Abrissantrag genehmigt wurde. Der Antrag sei Mitte Oktober 2017 eingereicht und dann Ende Januar diesen Jahres von der Stadt positiv beschieden worden. Wann der Abriss nun in die Wege geleitet wird, liegt jetzt alleine an Inhaber Wolf Lücke. In jedem Fall muss das zuständige Abrissunternehmen mit aller Vorsicht vorgehen, schließlich steht das Fachwerkhaus direkt nebenan unter Denkmalschutz. Das Bauernhaus stammt laut Denkmalliste aus dem Jahr 1713 und wurde von Zimmermeister Johann Klessmann errichtet. Die Abrissarbeiten werden wohl schwierig und teuer werden. Der verkohlte Dachstuhl gilt mittlerweile als Sondermüll und muss dementsprechend entsorgt werden. Die wiederverwendbaren Teile des Parkettfußbodens im Erdgeschoss wurden bereits gestohlen. Der Keller ist immer noch mit Lösch- und Regenwasser geflutet. In der Nacht auf den 16. Oktober 2016 war die frühere Traditionsgaststätte nahezu komplett ausgebrannt. Wegen eines ungewöhnlichen Brandbildes - Einsatzkräfte berichteten, dass es bei ihrem Eintreffen nicht nur im ehemaligen Schankraum im Erdgeschoss brannte, sondern auch der Dachstuhl in Flammen stand - hatte es von Anfang an Gerüchte gegeben, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Die Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) bestätigten den Verdacht auf schwere Brandstiftung. Doch der Täter konnte nie gefasst werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft Bielefeld stellte im vergangenen Jahr die Ermittlungen ein.

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